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SUMMARY:Psychoonkologie – Wie kann Unterstützung gelingen?
DESCRIPTION:Psychotherapeutische Begleitung in existenziellen Belastungssituationen\nEine Krebsdiagnose erschüttert nicht nur den Körper – sie verändert Beziehungen\, Lebensperspektiven und die fundamentale Sicherheit\, auf die Menschen bauen. Für Psychotherapeut:innen bedeutet das: Arbeit unter höchstem emotionalem Druck\, mit Menschen in akuter existenzieller Not und mit Angehörigen\, die oft ebenso belastet sind wie die Erkrankten selbst. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nProf. Dr. Tanja Zimmermann führt Sie systematisch in die psychoonkologische Arbeit ein – von den neurobiologischen Grundlagen der Stress- und Traumaverarbeitung über evidenzbasierte Interventionsmethoden bis zur Gestaltung therapeutischer Prozesse unter Bedingungen massiver Verunsicherung. Sie lernen\, wie Diagnostik und Behandlungsplanung in verschiedenen Krankheitsphasen aussehen können: von der akuten Krisenintervention nach Diagnosestellung über die Begleitung während belastender Behandlungen bis zur therapeutischen Arbeit mit Langzeitüberlebenden oder in palliativen Situationen. \nKonkret werden behandelt:\n\nPsychische Belastungsreaktionen im Krankheitsverlauf: Angststörungen\, Anpassungsstörungen\, Depression\, posttraumatische Belastungssymptomatik\nSpezifische Interventionen: Meaning-Making\, Würdezentrierte Therapie\, Akzeptanz- und Commitment-Ansätze in der Psychoonkologie\nArbeit mit Paaren und Familien: Wenn Kommunikation abbricht und Rollen neu verhandelt werden müssen\nDer eigene Umgang mit Sterben\, Tod und therapeutischer Ohnmacht\n\nWarum dieser Kurs?\nDie Versorgungsrealität ist eindeutig: Etwa 30-40% aller Krebspatient:innen entwickeln behandlungsbedürftige psychische Störungen\, doch nur ein Bruchteil erhält adäquate psychoonkologische Unterstützung. Während die Onkologie hochspezialisiert arbeitet\, bleibt die psychische Dimension oft unterversorgt – trotz klarer Leitlinienempfehlungen und trotz nachweisbarer Effekte auf Lebensqualität\, Therapieadhärenz und Krankheitsbewältigung. Für Sie als Psychotherapeut:in eröffnet sich hier ein bedeutsames Arbeitsfeld\, in dem Sie Menschen in ihrer verletzlichsten Phase begleiten können – fachlich fundiert\, menschlich nah\, mit klarer therapeutischer Struktur.
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SUMMARY:Tourette und Tics - Es darf auch etwas Besonderes sein
DESCRIPTION:Diagnostische Präzision und wirksame Behandlung eines unterschätzten Störungsbildes\nTic-Störungen und das Tourette-Syndrom gehören zu den am häufigsten missverstandenen neuropsychiatrischen Erkrankungen. Trotz klarer klinischer Merkmale werden sie in der psychotherapeutischen Praxis häufig übersehen\, fehlgedeutet oder unzureichend behandelt. Die Folgen sind gravierend: unnötige Chronifizierung\, sekundäre psychische Belastungen und ein erheblicher Leidensdruck bei Betroffenen und ihren Familien. Umso problematischer ist\, dass nur wenige Psychotherapeut:innen über eine gesicherte diagnostische und therapeutische Expertise verfügen.\nDer Kurs setzt genau hier an. Er zeigt\, dass Tic-Störungen weder kuriose Randphänomene noch primär pädagogische Probleme sind\, sondern klar beschreibbare\, behandelbare Störungsbilder mit spezifischer neurobiologischer und lerntheoretischer Logik. Therapeutisch entscheidend ist die Fähigkeit\, Tics zuverlässig zu erkennen\, von anderen Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten abzugrenzen und ein strukturiertes\, evidenzbasiertes Vorgehen einzuleiten. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDer zweitägige Workshop vermittelt einen umfassenden Überblick über alle klinisch relevanten Aspekte von Tic-Störungen und dem Tourette-Syndrom. Anhand zahlreicher Videobeispiele wird die diagnostische Sicherheit geschult und der Blick für subtile wie komplexe Tic-Phänomene geschärft. Nach Möglichkeit wird ein direkter Austausch mit Betroffenen ermöglicht\, um subjektives Erleben und klinische Theorie zusammenzuführen.\nDer zweite Kurstag ist der verhaltenstherapeutischen Behandlung gewidmet\, mit Schwerpunkt auf dem Habit Reversal Training (HRT). Neben theoretischen Grundlagen und aktuellen Forschungsergebnissen stehen praktische Anwendung\, typische Stolpersteine und Besonderheiten in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Fokus. Der Kurs ist interaktiv angelegt und bietet Raum für eigene Fallbeispiele und klinische Fragen. \nKonkret werden behandelt:\n\nPhänomenologie von Tic-Störungen\nMotorische und vokale Tics\, Tourette-Syndrom und typische Verlaufsformen.\nDifferentialdiagnostik\nAbgrenzung zu Zwangsstörungen\, funktionellen Bewegungsstörungen\, ADHS und anderen Störungsbildern.\nDiagnostische Sicherheit\nKlinische Kriterien\, Beobachtung und Nutzung von Videomaterial.\nLeben mit Tics\nSubjektives Erleben\, soziale Folgen und sekundäre psychische Belastungen.\nVerhaltenstherapeutische Behandlung\nEinführung in Habit Reversal Training (HRT) und verwandte Verfahren.\nBesonderheiten bei Kindern und Jugendlichen\nEntwicklungsaspekte\, Einbindung von Bezugspersonen und Setting-Fragen.\n\nWarum dieser Kurs?\nTic-Störungen sind gut behandelbar – vorausgesetzt\, sie werden erkannt und fachkundig angegangen. Der Mangel an spezialisierter Expertise führt jedoch dazu\, dass viele Betroffene jahrelang ohne angemessene Hilfe bleiben. Gleichzeitig zeigt die Forschung eindeutig\, dass verhaltenstherapeutische Verfahren wie HRT hochwirksam sind.\nDer Kurs richtet sich an Therapeut:innen\, die ihre diagnostische Kompetenz erweitern und ein klar strukturiertes\, evidenzbasiertes Behandlungsrepertoire aufbauen möchten. Er bietet die Möglichkeit\, sich in einem selten abgedeckten\, aber hochrelevanten Feld zu spezialisieren – und damit zu denjenigen zu gehören\, die Tourette und Tic-Störungen nicht nur erkennen\, sondern wirksam behandeln können.
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SUMMARY:Sport und Psychotherapie - oder: Wie der Muskel dem Kopf hilft
DESCRIPTION:Bewegung als Wirkfaktor zwischen Evidenz\, Motivation und therapeutischer Integration\nKörperliche Aktivität ist einer der am besten belegten\, zugleich aber am wenigsten konsequent genutzten Wirkfaktoren in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Besonders bei Depression zeigt die Evidenz klar: Gezielte Bewegung verbessert nicht nur die psychische Symptomatik\, sondern wirkt zugleich protektiv auf somatische Gesundheit\, Selbstwirksamkeit und Rückfallrisiko. In der Versorgungspraxis bleibt dieses Potenzial jedoch häufig ungenutzt – nicht aus Mangel an Wissen\, sondern aus Unsicherheit darüber\, wie Bewegung therapeutisch sinnvoll\, motivierend und nachhaltig integriert werden kann.\nDer Kurs rückt Bewegung aus der Ecke allgemeiner Lebensstilberatung heraus und verortet sie als gezielte\, evidenzbasierte Intervention innerhalb psychotherapeutischer Behandlung. Entscheidend ist dabei weniger die Sportart als die therapeutische Einbettung: Motivation\, Dosierung\, Passung und interdisziplinäre Zusammenarbeit bestimmen\, ob Bewegung Wirkung entfaltet oder verpufft. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDer Kurs vermittelt einen aktuellen Überblick über Versorgungslage und Evidenz sporttherapeutischer Ansätze bei psychischen Erkrankungen mit Schwerpunkt Depression. Auf dieser Basis wird gezeigt\, wie Bewegung gezielt als therapeutischer Baustein eingesetzt werden kann – strukturiert\, individualisiert und anschlussfähig an bestehende Therapiekonzepte. Anhand praktischer Übungen und Fallbeispiele aus der STEP.De Sporttherapie bei Depression wird deutlich\, wie Motivation aufgebaut\, Hemmnisse überwunden und Training wirksam begleitet werden kann. Ein weiterer Fokus liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Sport- und Psychotherapeut:innen\, um Behandlung kohärent und wirksam zu gestalten. \nKonkret werden behandelt:\n\nEvidenz und Versorgung\nAktueller Stand sporttherapeutischer Wirksamkeit bei Depression und anderen Störungsbildern.\nWirkmechanismen von Bewegung\nPsychologische\, neurobiologische und verhaltensbezogene Effekte körperlicher Aktivität.\nMotivation und Adhärenz\nStrategien zur Förderung von Beginn\, Durchhalten und Rückfallprävention.\nTherapeutische Integration\nEinbettung von Bewegung in laufende Psychotherapien.\nPraxis und Fallbeispiele\nKonkrete Umsetzung anhand strukturierter sporttherapeutischer Konzepte.\nInterdisziplinäre Zusammenarbeit\nRollen\, Schnittstellen und Kommunikation zwischen Sport- und Psychotherapie.\n\nWarum dieser Kurs?\nDie Wirksamkeit von Bewegung ist gut belegt – ihre Umsetzung im therapeutischen Alltag hingegen oft unzureichend. Ohne klare Konzepte droht Sport zur unverbindlichen Empfehlung zu werden\, die Patient:innen überfordert oder demotiviert.\nDer Kurs schließt diese Lücke. Er bietet eine fundierte\, praxisnahe Orientierung\, wie Bewegung als therapeutischer Wirkfaktor genutzt werden kann – nicht zusätzlich\, sondern integriert. Für Therapeut:innen und Ärzt:innen\, die evidenzbasiert arbeiten und Patient:innen dabei unterstützen wollen\, dass der Muskel dem Kopf tatsächlich hilft.
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SUMMARY:Kultursensitive Psychotherapie - oder: Global denken\, lokal heilen
DESCRIPTION:Transkulturelle Kompetenz zwischen Krankheitsverständnis\, Trauma und therapeutischer Beziehung\nPsychotherapeutische Arbeit findet nie im kulturellen Vakuum statt. Menschen bringen Werte\, Normen\, Deutungsmuster und spezifische Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit mit – und diese prägen\, wie Symptome erlebt\, benannt und verarbeitet werden. In der Arbeit mit Patient:innen aus anderen kulturellen Kontexten wird dies besonders deutlich. Diagnostik\, Beziehungsgestaltung und Intervention können nur gelingen\, wenn das jeweilige Krankheitsverständnis verstanden und ernst genommen wird. Kultursensitive Psychotherapie ist damit keine Zusatzqualifikation\, sondern eine grundlegende therapeutische Kompetenz.\nAktuelle globale Entwicklungen verstärken diese Anforderungen erheblich. Krieg\, politische Umbrüche\, Armut und Naturkatastrophen haben weltweit zu Flucht- und Migrationserfahrungen geführt\, die häufig mit komplexen psychischen Belastungen einhergehen. Viele Betroffene leiden unter unverarbeiteten traumatischen Erfahrungen\, transgenerationalen Belastungen und gleichzeitiger psychosozialer Destabilisierung im Aufnahmeland. Therapeutisch treffen diese Erfahrungen auf neue Normen\, Institutionen und eine fremde Sprache – ein Spannungsfeld\, das ohne transkulturelles Verständnis leicht zu Fehlinterpretationen und Behandlungsabbrüchen führt. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDer Kurs vermittelt ein differenziertes Verständnis kultursensitiver Psychotherapie auf der Grundlage aktueller transkultureller Forschung und Psychotraumatologie. Im Fokus stehen kulturspezifische Krankheitsmodelle\, Formen der Symptomausprägung und Bewältigungsstrategien in unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Die Teilnehmer:innen lernen\, wie Empathie\, Wertschätzung und Kongruenz gezielt eingesetzt werden können\, um tragfähige therapeutische Allianzen aufzubauen. Neue Studien und Behandlungsansätze der transkulturellen Psychotherapie werden vorgestellt und kritisch eingeordnet\, mit besonderem Augenmerk auf ihre klinische Umsetzbarkeit. \nKonkret werden behandelt:\n\nKultur und Krankheitsverständnis\nEinfluss von Werten\, Normen und religiösen Deutungsmustern auf Symptomatik und Diagnostik.\nTranskulturelle Beziehungsgestaltung\nEmpathie\, Haltung und Kommunikation als Grundlage therapeutischer Kooperation.\nTrauma\, Migration und Entwurzelung\nMehrdimensionale Belastungen durch Krieg\, Flucht und Akkulturation.\nPsychotraumatologische Perspektiven\nAktuelle Konzepte zu transgenerationalen Traumata und kulturell geprägter Traumaverarbeitung.\nNeue Behandlungsansätze\nEvidenzbasierte Interventionen der transkulturellen Psychotherapie und ihre Grenzen.\nKritische Reflexion\nRisiken von Pathologisierung\, Kulturstereotypen und Fehlinterpretationen.\n\nWarum dieser Kurs?\nKultursensitive Psychotherapie gewinnt angesichts globaler Migrationsbewegungen und gesellschaftlicher Vielfalt zunehmend an Bedeutung. Ohne transkulturelle Kompetenz besteht die Gefahr\, Symptome falsch zu deuten\, Ressourcen zu übersehen oder therapeutische Beziehungen unbeabsichtigt zu destabilisieren. Gleichzeitig eröffnet ein kultursensitiver Zugang neue therapeutische Möglichkeiten und erweitert den Blick auf psychische Gesundheit.\nDer Kurs bietet eine wissenschaftlich fundierte\, klinisch relevante Orientierung für die Arbeit in transkulturellen Settings. Er richtet sich an Therapeut:innen\, die global denken und lokal wirksam heilen wollen – differenziert\, reflektiert und professionell.
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SUMMARY:Locker bleiben in der Gefühlsachterbahn - Stressbewältigung und Emotionsregulation für Kinder und ihre Eltern
DESCRIPTION:Entwicklungspsychologische Grundlagen und wirksame Interventionen für Kinder und ihr Umfeld\nStress und emotionale Überforderung sind längst keine Phänomene des Erwachsenenalters mehr. Bereits im Grundschulalter zeigen Kinder deutliche Unterschiede in ihrer Fähigkeit\, Belastungen wahrzunehmen\, zu regulieren und konstruktiv zu bewältigen. Diese frühen Kompetenzen wirken weit über die Kindheit hinaus und beeinflussen psychische Gesundheit\, Lernverhalten und soziale Beziehungen. In der therapeutischen und präventiven Arbeit stellt sich daher nicht nur die Frage\, wie Kinder selbst gestärkt werden können\, sondern auch\, wie ihr soziales Umfeld zur emotionalen Entwicklung beiträgt.\nDer Kurs nimmt Stressbewältigung und Emotionsregulation konsequent aus entwicklungspsychologischer Perspektive in den Blick. Deutlich wird\, dass kindliche Emotionsregulation kein isolierter Prozess ist\, sondern in einem engen Zusammenspiel von individuellen Fähigkeiten\, elterlicher Unterstützung und pädagogischem Handeln entsteht. Therapeutische und präventive Interventionen müssen diesem Zusammenspiel Rechnung tragen\, um nachhaltig wirksam zu sein. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet\nDie Fortbildung stellt evidenzbasierte Trainings zur Förderung von Stressbewältigungs- und Emotionsregulationskompetenzen bei Kindern im Grundschulalter praxisnah vor. Im Mittelpunkt stehen konkrete Interventionselemente\, die gemeinsam erprobt und in ihrer Wirkung reflektiert werden. Ergänzend werden die theoretischen Grundlagen dieser Trainings sowie zentrale Evaluationsergebnisse eingeordnet\, um Wirksamkeit und Grenzen realistisch einschätzen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Methoden zur Einbindung von Eltern\, die gezielt deren Rolle in der emotionalen Entwicklung von Kindern stärken. Theorie\, praktische Durchführung und Reflexion greifen dabei eng ineinander. \nKonkret werden behandelt:\n\nStress und Emotionsregulation im Kindesalter\nEntwicklungspsychologische Grundlagen und typische Belastungsmuster im Grundschulalter.\nTrainingsprogramme für Kinder\nVorstellung und praktische Erprobung zentraler Interventionselemente.\nFörderung emotionaler Kompetenzen\nAufbau von Wahrnehmung\, Benennung und Regulation von Emotionen.\nElternarbeit und Psychoedukation\nMethoden zur Unterstützung elterlicher Kompetenz in der Emotionsbegleitung.\nEvaluation und Wirksamkeit\nEinordnung empirischer Befunde zu Stressbewältigungs- und Emotionsregulationstrainings.\nDiagnostische Erhebungsinstrumente\nÜberblick über Verfahren zur Erfassung kindlicher und elterlicher Kompetenzen.\n\nWarum dieser Kurs?\nStressbewältigung und Emotionsregulation gehören zu den zentralen Schutzfaktoren psychischer Gesundheit – und müssen früh entwickelt werden. Gleichzeitig zeigt die Praxis\, dass Interventionen dann besonders wirksam sind\, wenn Kinder und ihr Umfeld gemeinsam in den Blick genommen werden. Ohne dieses Zusammenspiel bleiben Effekte oft begrenzt.\nDer Kurs verbindet entwicklungspsychologische Theorie mit unmittelbar anwendbaren Interventionen und empirischer Fundierung. Er richtet sich an Fachkräfte\, die Kinder nicht nur kurzfristig entlasten\, sondern ihre emotionale Entwicklung nachhaltig stärken wollen – durch gezielte Arbeit mit den Kindern selbst ebenso wie durch die Einbindung der Erwachsenen\, die sie im Alltag begleiten.
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SUMMARY:Gute Laune ist schön\, aber Sinn hält länger – Positive Interventionen für Resilienz und Lebenszufriedenheit
DESCRIPTION:Stärken fördern\, Ressourcen aktivieren\, Wohlbefinden systematisch aufbauen\nDie Positive Psychologie hat sich in den letzten 25 Jahren von einer wissenschaftlichen Bewegung zu einem zentralen Bestandteil moderner psychotherapeutischer Arbeit entwickelt. Was einst als Projekt begann\, das den Blick jenseits von Symptomen auf menschliche Stärken und gelingende Lebensführung lenken sollte\, ist heute ein empirisch gut abgesichertes Feld mit Relevanz weit über die Gesundheitspsychologie hinaus. Viele Interventionen\, die ursprünglich für Menschen ohne psychische Erkrankung entwickelt wurden\, zeigen inzwischen klare Wirksamkeit bei Depressionen\, emotionaler Erschöpfung und anderen behandlungsrelevanten Belastungszuständen. Dieser Kurs führt in die Grundlogik positiver Interventionen ein und zeigt\, wie sie therapeutische Prozesse sinnvoll ergänzen – ohne in Wohlfühlrhetorik oder vereinfachte Glücksformeln abzurutschen. \nSie lernen\, welche Mechanismen hinter positiven Interventionen stehen\, wie sich Stärkenorientierung mit klassischer Psychopathologiearbeit verbinden lässt und warum manche PPIs robust wirken\, während andere nur begrenzt Nutzen entfalten. Anhand ausgewählter Übungen – von Dankbarkeitspraktiken über Stärkenanalysen bis hin zu positiven Zukunftsbildern – erleben Sie selbst\, wie sich Interventionen anfühlen\, die Wohlbefinden kultivieren und kognitive wie emotionale Muster stabil verändern können. Die Veranstaltung bietet einen wissenschaftlich präzisen Rahmen und gleichzeitig ausreichend Raum für praktische Erprobung\, Reflexion und eine kritische Einordnung des Positiven im psychotherapeutischen Alltag. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nSie erhalten eine fundierte Einführung in die Entwicklung der Positiven Psychologie und ihre theoretische Basis – von frühen Konzepten über Kognitionsforschung bis hin zu neurowissenschaftlichen Modellen des Positiven. Der Kurs stellt zentrale PPIs und ihre Evidenzlage vor\, ordnet ihre Wirksamkeit im Vergleich zu klassischen Interventionen ein und zeigt\, wie sie in bestehende Therapieansätze integriert werden können\, ohne den Fokus auf Symptomreduktion zu verlieren. Die praktische Arbeit ermöglicht es Ihnen\, die Interventionen selbst zu erfahren\, die Passung für unterschiedliche Patient:innen einzuschätzen und typische Missverständnisse zu vermeiden\, etwa die Verwechslung von Positivität mit toxischer Optimismusrhetorik. \nKonkret werden behandelt:\n\nEntstehung und Grundkonzepte der Positiven Psychologie\nWirkmechanismen positiver Interventionen: Motivation\, Emotion\, Kognition\, Neurobiologie\nEvidenzlage zu PPIs: Wirksamkeit bei Depression\, Belastung und allgemeinem Wohlbefinden\nPraktische Übungen: Dankbarkeitsinterventionen\, Stärkenorientierung\, positive Zukunftsprospekte\nIntegration in therapeutische Prozesse: Indikation\, Dosierung\, Fallstricke\, Grenzen\n\nWarum dieser Kurs?\nPositive Interventionen sind weit mehr als „etwas Nettes zusätzlich“ – sie erweitern den therapeutischen Werkzeugkasten um evidenzbasierte Ansätze\, die Wohlbefinden\, Motivation und Resilienz messbar stärken. Angesichts steigender Depressionsraten\, chronischer Stressbelastungen und zunehmender Erschöpfungszustände gewinnt die Fähigkeit\, auch die gesundheitsfördernden Anteile menschlicher Erfahrung gezielt zu aktivieren\, immer mehr an Bedeutung. Viele Psychotherapeut:innen wünschen sich einen klaren\, wissenschaftlich unterfütterten Zugang zur Positiven Psychologie – frei von esoterischer Überhöhung und trotzdem erfahrungsnah. Dieser Kurs bietet genau das: eine seriöse\, praktisch nutzbare Einführung in ein Feld\, das therapeutische Arbeit nachhaltig bereichern kann.
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SUMMARY:Sokratischer Dialog - Für denkende Menschen genial
DESCRIPTION:Kognitive Klärung zwischen Überzeugung\, Wirklichkeit und Veränderung\nViele psychische Belastungen entstehen nicht aus den Ereignissen selbst\, sondern aus der Art\, wie sie gedeutet\, bewertet und in Schlussfolgerungen überführt werden. In der therapeutischen Praxis zeigt sich immer wieder\, dass Überzeugungen inkonsistent\, voreilig oder kaum realitätsgeprüft sind – und dennoch handlungsleitend wirken. Diese Denkprozesse erzeugen unnötiges Leiden\, verfestigen Probleme und entziehen sich oft direkter Konfrontation. Der sokratische Dialog setzt genau hier an: nicht belehrend\, nicht korrigierend\, sondern prüfend\, klärend und konsequent am Denken selbst orientiert.\nAls zentrale Gesprächskompetenz kognitiv orientierter Psychotherapie ermöglicht der sokratische Dialog\, Überzeugungen schrittweise sichtbar\, überprüfbar und veränderbar zu machen. Seine Wirksamkeit liegt nicht in der Technik allein\, sondern in der Haltung: neugierig\, respektvoll und zugleich logisch präzise. Richtig angewendet fördert er Selbstreflexion\, Einsicht und Eigenverantwortung – ohne Widerstand zu provozieren oder die therapeutische Beziehung zu belasten. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDer Kurs vermittelt den sokratischen Dialog als anspruchsvolles\, zugleich äußerst wirksames therapeutisches Instrument. Im Zentrum stehen fünf grundlegende Haltungen und Vorgehensweisen\, die eine gelungene sokratische Gesprächsführung ermöglichen. Die Teilnehmer:innen lernen\, wie sokratische Interventionen sorgfältig vorbereitet\, flexibel eingesetzt und situationsangemessen variiert werden können. Deutlich wird\, wie der Dialog in unterschiedliche therapeutische Konzepte integrierbar ist und warum seine Wirkung weit über reine Kognitionsarbeit hinausgeht. Theorie\, Demonstrationen und praktische Übungen greifen ineinander und machen den sokratischen Dialog als Denk- und Arbeitsweise erfahrbar. \nKonkret werden behandelt:\n\nDenkfehler und ihre klinische Relevanz\nTypische Verzerrungen\, voreilige Schlüsse und unlogische Überzeugungssysteme.\nHaltung im sokratischen Dialog\nNeugier\, Allparteilichkeit und logische Stringenz als therapeutische Grundlage.\nFünf zentrale Vorgehensweisen\nStruktur\, Fragetechniken und Gesprächslogik sokratischer Klärung.\nVorbereitung sokratischer Gespräche\nHypothesenbildung\, Zielklärung und Passung zur therapeutischen Situation.\nFlexible Anwendung in der Praxis\nIntegration in verschiedene Therapieansätze und Settings.\nGrenzen und Stolpersteine\nWann sokratische Techniken klären – und wann sie blockieren.\n\nWarum dieser Kurs?\nDer sokratische Dialog ist ein zentrales\, aber häufig unterschätztes Werkzeug psychotherapeutischer Arbeit. In einer Zeit zunehmender Komplexität\, emotionaler Überwältigung und schneller Bewertungen gewinnt präzises Denken therapeutisch an Bedeutung. Gleichzeitig erfordert sokratische Gesprächsführung ein hohes Maß an methodischer Klarheit und innerer Haltung.\nDer Kurs schärft diese Kompetenz und macht den sokratischen Dialog wieder zu dem\, was er sein kann: ein elegantes\, wirksames Instrument zur Förderung von Einsicht\, Autonomie und realistischer Selbstbewertung. Für Therapeut:innen\, die Denken nicht korrigieren\, sondern entwickeln wollen.
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SUMMARY:Psychotherapie beim Leiden am Tinnitus und Schwindel - nur Töne im Kopf und keinen Halt unter den Füßen
DESCRIPTION:Evidenzbasierte Behandlung neurootologischer Störungen mit psychischen Faktoren\nTinnitus betrifft etwa 10-15% der Bevölkerung in klinisch relevanter Ausprägung\, Schwindelerkrankungen zählen zu den häufigsten Beratungsanlässen in hausärztlichen und HNO-Praxen. Die psychotherapeutische Versorgungsrealität zeigt jedoch: Viele dieser Patienten erhalten keine adäquate Behandlung\, weil die Schnittstelle zwischen organischer Medizin und Psychotherapie häufig nicht professionell gestaltet wird. Sie kennen diese Patienten aus Ihrer Praxis: jahrelang leidend\, von Facharzt zu Facharzt pilgernd\, frustriert von erfolglosen Behandlungsversuchen. \nBesonders herausfordernd ist die Gruppe der psychogenen oder funktionellen Schwindelerkrankungen: Bei 30-50% aller Schwindelerkrankungen spielen psychische Faktoren eine entscheidende Rolle – und diese Patienten sind oft schwerer und länger beeinträchtigt als solche mit rein organischen Ursachen. Ähnlich komplex gestaltet sich die Situation bei chronischem Tinnitus\, wo die subjektive Belastung oft wenig mit objektiven audiologischen Befunden korreliert. Die eigentliche therapeutische Herausforderung liegt nicht in der Beseitigung des Symptoms\, sondern in der Bewältigung des Leidens daran. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDieser Kurs vermittelt Ihnen fundierte Kompetenz in der psychotherapeutischen Behandlung von Tinnitus und Schwindelerkrankungen – einem Versorgungsbereich\, der spezialisiertes Wissen erfordert. Sie lernen von Dr. med. Helmut Schaaf\, der über mehr als 30 Jahre klinische Erfahrung aus Deutschlands ältester und größter Tinnitus-Spezialklinik verfügt. Diese Expertise wird ergänzt durch eine einzigartige persönliche Perspektive: Dr. Schaaf ist selbst Betroffener einer chronischen Gleichgewichtsstörung (Morbus Menière) und verbindet damit fachliche Exzellenz mit unmittelbarem Verständnis für das Erleben der Patienten. \nIm Zentrum steht die neurootologische Psychosomatik – ein Ansatz\, der die komplexen Wechselwirkungen zwischen organischen Befunden und psychischem Leiden systematisch erfasst. Sie lernen die differentialdiagnostische Einordnung: Wann dominieren organische Faktoren? Wo liegen psychogene Anteile? Wie gestalten Sie die Behandlung bei Mischbildern? Diese diagnostische Klarheit ist Voraussetzung für erfolgreiche Therapie und wird durch medizinisches Grundlagenwissen unterfüttert\, das Sie als Psychotherapeut für die kompetente Behandlung benötigen. \nDer Kurs vermittelt einen modularen Behandlungsansatz\, der bewährte Techniken aus Verhaltenstherapie\, Psychodynamik und Hypnotherapie integriert. Sie erhalten konkrete Interventionsstrategien für verschiedene Behandlungsphasen: von Counseling und Psychoedukation als Fundament über Stabilisierung bei Sekundärsymptomen bis hin zu tiefergehenden psychotherapeutischen Interventionen. Besonderer Wert wird auf ambulante Umsetzbarkeit gelegt: Die Methoden sind praxistauglich\, flexibel einsetzbar und auf Aktivierung der Patientenressourcen ausgerichtet. \nKonkret werden behandelt:\n\nNeurootologische Grundlagen und Differentialdiagnostik\nMedizinisches Basiswissen zu Tinnitus\, Hyperakusis und Schwindelerkrankungen aus psychotherapeutischer Perspektive. Abgrenzung organischer und psychogener Anteile\, Interpretation audiologischer und vestibularer Befunde. Verständnis der bidirektionalen Zusammenhänge zwischen organischen Befunden und psychischem Erleben.\nCounseling und Psychoedukation als therapeutisches Fundament\nStrukturierte Aufklärung über Entstehung\, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten. Abbau katastrophisierender Befürchtungen\, Vermittlung realistischer Erwartungen. Evidenzbasierte Kommunikationsstrategien\, die nachweislich zur Symptomreduktion beitragen und die Grundlage jeder erfolgreichen Tinnitus-Behandlung bilden.\nModulare verhaltenstherapeutische Interventionen\nKonkrete Techniken zur Aufmerksamkeitslenkung\, Habituationstraining bei Tinnitus\, Expositionsverfahren bei Schwindelangst. Bewältigungsstrategien für Alltagssituationen\, flexible Kombinationsmöglichkeiten je nach Störungsbild und Behandlungsphase.\nPsychodynamische und hypnotherapeutische Zugänge\nIntegration tiefergehender Verfahren bei komplexen Verläufen: Arbeit mit unbewussten Konflikten\, trancebasierte Interventionen zur Symptommodulation. Schulenübergreifende Behandlungskonzepte\, die über rein verhaltenstherapeutische Ansätze hinausgehen.\nBehandlung von Sekundärsymptomen und Ressourcenaktivierung\nUmgang mit Schlafstörungen\, Angststörungen und depressiven Entwicklungen als häufige Begleiterscheinungen. Selbsthilfeorientierte Therapie\, Förderung von Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung. Langfristige Stabilisierung bei chronischen Verläufen durch Aktivierung der Patientenressourcen.\nPraxisnahe Falldemonstration aus der spezialisierten Versorgung\nModulare Behandlung anhand von Fällen wie beispielsweise akutem Tinnitus mit Panikstörung\, chronischem Tinnitus mit depressiver Entwicklung\, phobischem Schwankschwindel und funktionellen Schwindelsyndromen. Integration in die Gesamtbehandlungsplanung bei komplexen Störungsbildern.\n\nWarum dieser Kurs?\nTinnitus und Schwindel gehören zu den häufigsten\, aber auch komplexesten psychosomatischen Beschwerdebildern. Die Versorgung ist oft unbefriedigend: Patienten durchlaufen jahrelange diagnostische Odysseen\, erhalten widersprüchliche Informationen und resignieren schließlich mit dem Gefühl\, dass „man da nichts machen kann“. Dabei zeigt die klinische Forschung eindeutig: Psychotherapeutische Interventionen sind wirksam\, insbesondere bei der Bewältigung des subjektiven Leidens und der Verbesserung der Lebensqualität. \nDie Herausforderung liegt in der notwendigen Spezialisierung: Erfolgreiche Behandlung erfordert sowohl medizinisches Verständnis der neurootologischen Grundlagen als auch differenzierte psychotherapeutische Kompetenz. Genau diese Integration bietet der Kurs. Dr. Schaaf verbindet drei Jahrzehnte Erfahrung aus der spezialisierten Tinnitus-Behandlung mit einem schulenübergreifenden\, pragmatischen Ansatz. Seine persönliche Betroffenheit durch Morbus Menière verleiht der Fortbildung eine zusätzliche Dimension: Sie lernen nicht nur Methoden\, sondern verstehen die Patientenperspektive aus erster Hand. \nDer modulare Behandlungsansatz ist besonders versorgungsrelevant: Sie erhalten kein starres Therapieprotokoll\, sondern flexible Interventionsbausteine\, die Sie je nach Patient:in\, Störungsbild und Behandlungsphase kombinieren können. Diese Flexibilität ist entscheidend\, denn Tinnitus- und Schwindelerkrankungen präsentieren sich höchst unterschiedlich. Die Methoden sind ambulant umsetzbar\, zeitlich überschaubar und auf Aktivierung der Patientenressourcen ausgerichtet. \nFür Ihre Praxis bedeutet dies: Sie können eine häufige\, leidensrelevante Patientengruppe kompetent behandeln\, die oft wenig therapeutische Unterstützung erhält. Sie schließen eine Versorgungslücke und erweitern Ihr Behandlungsspektrum um ein Gebiet\, in dem spezialisierte Kompetenz gefragt ist. Die Fortbildung richtet sich an alle psychotherapeutischen und ärztlichen Berufsgruppen – Vorkenntnisse in neurootologischer Diagnostik sind nicht erforderlich\, das notwendige medizinische Grundlagenwissen wird vermittelt. \nErwerben Sie spezialisierte Kompetenz für ein unterversorgtes\, aber versorgungsrelevantes Störungsbild. Profitieren Sie von jahrzehntelanger Expertise aus Deutschlands führender Tinnitus-Spezialklinik und lernen Sie praxistaugliche Interventionen kennen\, die Ihre Patienten nachhaltig entlasten können.
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SUMMARY:Geschlechtsidentität im Wandel - Geschlechtsdysphorie\, Non-Binarität und Transidentität
DESCRIPTION:Die psychotherapeutische Versorgung von transidenten und non-binären Menschen gehört zu den am stärksten wachsenden Behandlungsanlässen in der ambulanten Praxis. Aktuelle Erhebungen zeigen\, dass etwa 0\,5-1\,5% der Bevölkerung eine Geschlechtsidentität jenseits des bei Geburt zugewiesenen Geschlechts entwickeln\, mit steigender Tendenz insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gleichzeitig berichten transidente Menschen von erhöhten Raten psychischer Belastungen: Depressionen\, Angststörungen\, Suizidalität und soziale Isolation treten deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – bedingt durch Diskriminierungserfahrungen\, fehlende gesellschaftliche Akzeptanz und oft langwierige Wege zur medizinischen Transition. \nSie kennen das möglicherweise aus Ihrer Praxis: Unsicherheit im Umgang mit transidenten Patient:innen\, Fragen zur diagnostischen Einordnung\, zur Indikationsstellung für hormonelle oder operative Maßnahmen\, zur psychotherapeutischen Begleitung während der Transition. Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich mit dem Selbstbestimmungsgesetz grundlegend geändert\, die ICD-11 verwendet eine entpathologisierende Nomenklatur\, und die AWMF-Leitlinien bieten differenzierte Behandlungsempfehlungen. Zugleich ist das Thema gesellschaftlich und teilweise auch fachlich kontrovers diskutiert – zwischen Akzeptanz und Skepsis\, zwischen Selbstbestimmung und Sorge vor Fehlentwicklungen. \nDieser Kurs vermittelt Ihnen fundiertes Wissen über Geschlechtsdysphorie\, Transidentität und non-binäre Geschlechtsidentitäten aus klinischer Perspektive. Sie lernen\, transidente und non-binäre Patient:innen kompetent zu diagnostizieren\, psychotherapeutisch zu begleiten und reflektiert mit eigenen Unsicherheiten und gesellschaftlichen Kontroversen umzugehen. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDie Fortbildung basiert auf dem Konzept der „konstitutionellen Geschlechtervielfalt“ – einem Verständnis\, das Geschlechtsidentität als natürliche Variation menschlicher Entwicklung begreift. Dieses Konzept ist nicht nur für die Behandlung transidenter Patient:innen relevant\, sondern erweitert das Verständnis der psychosexuellen Entwicklung grundsätzlich. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt\, dass Geschlechtsidentität biologische\, psychologische und soziale Komponenten umfasst und sich nicht auf ein binäres Modell reduzieren lässt. \nDie Forschung belegt\, dass psychotherapeutische Begleitung und Akzeptanz die psychische Gesundheit transidenter Menschen deutlich verbessern. Studien zeigen\, dass nach erfolgreicher Transition und in unterstützenden sozialen Kontexten die Raten von Depressionen und Suizidalität signifikant sinken. Gleichzeitig ist der Minoritätenstress – die chronische Belastung durch Diskriminierung\, Ablehnung und gesellschaftliche Marginalisierung – ein wesentlicher Risikofaktor für psychische Erkrankungen. Diese gesellschaftlichen Dynamiken wirken direkt auf Ihre Patient:innen und beeinflussen den therapeutischen Prozess. \nDer Kurs ist konsequent klinisch ausgerichtet: Kulturelle und politische Entwicklungen werden nicht abstrakt diskutiert\, sondern im Kontext ihrer Auswirkungen auf einzelne Patient:innen und auf Ihre therapeutische Haltung betrachtet. Sie erarbeiten sich diagnostisches Handwerkszeug gemäß ICD-11 und AWMF-Leitlinien\, lernen die Indikationsstellung für hormonelle und operative Maßnahmen kennen und entwickeln psychotherapeutische Strategien für verschiedene Phasen der Transition. \nEin besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung transidenter Jugendlicher – eine Gruppe mit spezifischen Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben. Hier sind differenzierte Entscheidungen zu hormonellen Interventionen\, zur Einbeziehung von Eltern und zur psychotherapeutischen Begleitung während der Pubertät erforderlich. Der Kurs vermittelt Ihnen evidenzbasierte Vorgehensweisen und reflektiert kontroverse Aspekte im Sinne einer verantwortungsvollen klinischen Praxis. \nDie Selbstreflexion ist integraler Bestandteil: Welche eigenen Einstellungen\, Unsicherheiten oder Vorbehalte beeinflussen die therapeutische Arbeit? Wie gehe ich mit gesellschaftlichen Kontroversen um\, ohne diese auf Patient:innen zu projizieren? Diese Fragen werden in geschütztem Rahmen bearbeitet. Zudem ist ausreichend Zeit für Fallbesprechungen und Fragen eingeplant\, um konkrete Praxissituationen zu klären. \nKonkret werden behandelt:\n\nGrundlagen: Konstitutionelle Geschlechtervielfalt\nGeschlechtsdysphorie\, Transidentität\, non-binäre Geschlechtsidentitäten als Varianten menschlicher Entwicklung; biologische\, psychologische und soziale Aspekte der Geschlechtsidentität; Relevanz für das Verständnis psychosexueller Entwicklung aller Patient:innen.\nDiagnostik nach ICD-10\, ICD-11 und AWMF-Leitlinien\nDiagnostische Kriterien und Nomenklatur\, Unterschiede zwischen ICD-10 und ICD-11\, Entpathologisierungstendenzen; praktische Anwendung der AWMF-Leitlinien zur Diagnostik\, Beratung und Behandlung; rechtliche Rahmenbedingungen durch das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG).\nGegengeschlechtliche Hormonbehandlung und geschlechtsangleichende Operationen\nMedizinische Grundlagen hormoneller Behandlung\, Indikationsstellung und psychotherapeutische Begleitung\, Rolle der Psychotherapeut:innen im interdisziplinären Behandlungsprozess; Überblick über operative Maßnahmen und deren psychologische Bedeutung.\nHormonelle Behandlung bei transidenten Jugendlichen\nBesonderheiten der Diagnostik und Behandlung im Jugendalter\, pubertätsblockierende Medikation\, gegengeschlechtliche Hormonbehandlung\, Einbeziehung von Eltern und Familie; kontroverse Aspekte und evidenzbasierte Entscheidungsfindung.\nPsychotherapie bei Geschlechtsdysphorie\, Transidentität und Non-Binarität\nPsychotherapeutische Begleitung vor\, während und nach der Transition\, Bearbeitung von Identitätsfragen\, Umgang mit Diskriminierungserfahrungen und Minoritätenstress\, Komorbidität mit anderen psychischen Störungen; Integration in bestehende therapeutische Konzepte.\nGesellschaftliche und politische Kontexte in der klinischen Arbeit\nAuswirkungen von Diskriminierung und gesellschaftlicher Polarisierung auf Patient:innen\, Minoritätenstress und dessen Bearbeitung in der Therapie\, Umgang mit gesellschaftlichen Kontroversen in der therapeutischen Beziehung.\nSelbstreflexion: Herausforderungen in der Behandlung transidenter und non-binärer Patient:innen\nEigene Einstellungen\, Unsicherheiten und Vorbehalte\, Umgang mit Ambivalenzen\, professionelle Haltung zwischen Akzeptanz und kritischer Begleitung; Förderung therapeutischer Kompetenz und Sicherheit.\n\nWarum dieser Kurs?\nDie Zahl transidenter und non-binärer Menschen\, die psychotherapeutische Hilfe suchen\, steigt kontinuierlich. Gleichzeitig ist die Versorgungssituation defizitär: Viele Therapeut:innen fühlen sich unsicher oder unzureichend qualifiziert\, die Wartezeiten auf spezialisierte Behandlung sind lang\, und die gesellschaftliche Polarisierung erschwert eine sachliche\, patientenzentrierte Versorgung. Transidente Menschen berichten häufig von negativen Erfahrungen im Gesundheitssystem – von Ablehnung über Pathologisierung bis hin zu fehlender Fachkompetenz. \nDie Forschung zeigt klar: Kompetente\, akzeptierende psychotherapeutische Begleitung verbessert die psychische Gesundheit transidenter Menschen erheblich. Studien belegen\, dass nach erfolgreicher Transition und in unterstützenden Kontexten die Zufriedenheit steigt und psychische Belastungen abnehmen. Psychotherapeut:innen spielen eine zentrale Rolle – nicht als „Gatekeeper“ medizinischer Maßnahmen\, sondern als professionelle Begleiter:innen in einem komplexen Entwicklungs- und Entscheidungsprozess. \nDieser Kurs vermittelt Ihnen nicht nur diagnostisches und behandlungstechnisches Wissen\, sondern fördert vor allem eine professionelle therapeutische Haltung. Sie lernen\, transidente und non-binäre Patient:innen mit Respekt\, Fachkompetenz und ohne Vorurteile zu behandeln. Gleichzeitig entwickeln Sie die Fähigkeit\, kritisch und differenziert zu bleiben – weder unkritisch affirmativ noch ablehnend\, sondern in einer therapeutischen Haltung\, die individuelle Entwicklungswege achtsam begleitet. \nBesonders wertvoll ist die Integration gesellschaftlicher und politischer Realitäten in die klinische Arbeit: Sie lernen\, wie Minoritätenstress\, Diskriminierung und gesellschaftliche Kontroversen konkret auf Ihre Patient:innen wirken und wie Sie diese Faktoren therapeutisch bearbeiten können. Die Selbstreflexion stärkt Ihre professionelle Handlungsfähigkeit auch in herausfordernden Situationen und fördert eine Haltung\, die sowohl Offenheit als auch kritische Sorgfalt verbindet. \nSie verlassen diesen Kurs mit fundiertem Wissen über Geschlechtsdysphorie und Transidentität\, praktischer Kompetenz in Diagnostik und Behandlung sowie einer therapeutischen Haltung\, die transidenten und non-binären Patient:innen gerecht wird.
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SUMMARY:Unbeschwert leben: Weise Wege aus der Verbitterung
DESCRIPTION:Verbitterung verstehen\, Selbstzerstörung stoppen\, psychische Freiheit zurückgewinnen\nVerbitterung ist eine zutiefst menschliche Emotion. Sie entsteht als Reaktion auf erlebte Ungerechtigkeit\, Herabwürdigung oder Vertrauensbruch und ist zunächst Ausdruck eines legitimen moralischen Schmerzes. Klinisch relevant wird Verbitterung dort\, wo sie mit Hilflosigkeit einhergeht\, sich chronifiziert und das Erleben zunehmend um Vergangenes kreist. Anstelle von Verarbeitung tritt ein festhaltendes Erinnern\, anstelle von Selbstschutz eine paradoxe Form der Selbstschädigung. In dieser Dynamik kann sich Verbitterung zu einem eigenständigen psychopathologischen Muster verdichten – bis hin zur Posttraumatischen Verbitterungsstörung.\nIn der therapeutischen Praxis begegnet Verbitterung häufig\, quer durch Diagnosen und Settings. Sie bindet enorme psychische Energie\, belastet Beziehungen\, erschwert soziale und berufliche Reintegration und stellt Therapeut:innen vor besondere Herausforderungen. Klassische interventionslogische Zugänge greifen hier oft zu kurz\, da Verbitterung weniger durch Angst oder Vermeidung\, sondern durch moralische Fixierung und Unlösbarkeitswahrnehmung aufrechterhalten wird. Der Kurs widmet sich genau dieser Dynamik und zeigt Wege auf\, wie therapeutische Bewegung wieder möglich wird. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDas Seminar vermittelt ein differenziertes Verständnis von Verbitterung als reaktiver\, potenziell pathologischer Emotion und stellt mit der Weisheitstherapie einen innovativen\, empirisch fundierten Behandlungsansatz vor. Auf der Grundlage lebensspannen- und entwicklungspsychologischer Forschung wird Weisheit als zentrale Ressource im Umgang mit schwer lösbaren Lebensfragen eingeführt. Die Teilnehmer:innen lernen\, wie Weisheitskompetenzen systematisch gefördert werden können\, um Distanzierungsfähigkeit\, Perspektivenvielfalt und innere Freiheit zu stärken. Im Mittelpunkt steht die therapeutische Arbeit mit unlösbaren Lebensdilemmata – nicht zur Lösung im klassischen Sinne\, sondern zur Wiederherstellung psychischer Beweglichkeit und Selbstregulation. \nKonkret werden behandelt:\nVerbitterung als emotionale und psychopathologische Dynamik\nEntstehung\, Aufrechterhaltung und klinische Erscheinungsformen bis hin zur PTED. \nVerbitterung und Hilflosigkeit\nWarum moralische Verletzung ohne Handlungsmacht zu chronischem Leiden führt. \nWeisheitspsychologie als theoretische Grundlage\nEmpirische Befunde zu Weisheit als transdiagnostischem Resilienzfaktor. \nWeisheitstherapie als therapeutischer Ansatz\nEinordnung als verhaltenstherapeutisches Verfahren mit spezifischer Wirklogik. \nArbeit mit unlösbaren Lebensdilemmata\nTechniken zur Förderung von Distanz\, Akzeptanz und funktionaler Neuorientierung. \nTherapeutische Haltung bei Verbitterung\nZwischen Mitgefühl\, Klarheit und Vermeidung von Kollusion mit der Kränkung. \nWarum dieser Kurs?\nVerbitterung verursacht erhebliches individuelles und gesellschaftliches Leid und ist zugleich therapeutisch schwer zugänglich. Viele Behandlungsversuche scheitern\, weil sie auf Veränderung drängen\, wo zunächst Distanzierung und innere Freiheit notwendig wären. Die Weisheitstherapie bietet hier einen paradigmatischen Perspektivwechsel: Nicht die Vergangenheit muss „gelöst“\, sondern der Umgang mit ihr transformiert werden.\nDer Kurs vermittelt ein hochrelevantes\, wissenschaftlich fundiertes Vorgehen für Patient:innen\, die in negativen Lebenserfahrungen feststecken oder mit nicht auflösbaren Dilemmata konfrontiert sind. Er erweitert das therapeutische Handlungsrepertoire um einen Ansatz\, der nicht verspricht\, Unrecht ungeschehen zu machen – wohl aber\, wieder unbeschwert leben zu können.
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SUMMARY:Asperger und Autismus: Der besondere Blick auf die Welt
DESCRIPTION:Hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störungen bei Erwachsenen gehören zu den am häufigsten übersehenen Diagnosen in der ambulanten Psychotherapie – mit weitreichenden Folgen für Betroffene und Behandelnde. Während Kinder mit klassischem Autismus heute meist frühzeitig erkannt werden\, fallen hochfunktionale Erwachsene oft jahrzehntelang durch das diagnostische Raster. Sie haben gelernt zu „maskieren“\, haben Karrieren aufgebaut\, Partnerschaften geführt und ausgefeilte Kompensationsstrategien entwickelt – während sie gleichzeitig unter chronischer Überforderung\, unerklärlichen Beziehungskrisen und einer Vielzahl komorbider Störungen leiden\, die therapeutisch schwer greifbar bleiben. \nSie kennen das aus Ihrer Praxis: Die Patientin mit therapieresistenter Depression\, die Ihre Metaphern irritiert wörtlich nimmt und deren soziale „Vermeidung“ sich bei genauem Hinsehen als genuine Überforderung entpuppt. Der Klient mit Burn-out\, der nach jedem Termin erschöpft wirkt – nicht von der emotionalen Arbeit\, sondern vom Augenhalten des Blickkontakts und dem Dekodieren Ihrer Mimik. Die hochintelligente Akademikerin\, die perfekt funktioniert\, bis plötzlich Alltagsroutinen zusammenbrechen und dissoziative Zustände auftreten. Die Forschung der letzten Jahre zeigt eindeutig: Diese Patientengruppe präsentiert sich komplex\, atypisch und wird systematisch fehldiagnostiziert – als soziale Phobie\, schizoide Persönlichkeitsstörung\, atypische Depression oder Borderline-Störung. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nSie erhalten eine praxisorientierte Einführung in die klinische Realität hochfunktionaler ASS im Erwachsenenalter. Der Kurs basiert auf aktueller Forschung zu „Camouflaging“ – den oft hochkomplexen Kompensationsstrategien\, mit denen Betroffene ihre Andersartigkeit verbergen – und zeigt\, warum klassische Screening-Instrumente bei dieser Gruppe regelmäßig versagen. Sie lernen\, auf subtile diagnostische Marker zu achten: das angestrengte Aufrechterhalten von Blickkontakt\, die sensorische Überlastung nach sozialen Situationen\, die rigiden Routinen\, die als „Zwang“ fehlgedeutet werden\, die Spezialinteressen\, die in intellektueller Verpackung normal wirken. \nDer Kurs arbeitet intensiv mit Fallvignetten aus der klinischen Praxis: Fälle wie beispielsweise die IT-Spezialistin\, die in Partnerschaftstherapie sitzt\, weil ihr Partner ihre „emotionale Kälte“ nicht mehr erträgt – während sie verzweifelt versucht\, Gefühle zu zeigen\, die sie nicht lesen kann. Oder der Jurist mit vermeintlicher Zwangsstörung\, dessen Rituale tatsächlich Bewältigungsstrategien für sensorische Reizüberflutung sind. Die Lehrerin mit Panikattacken\, die keine Panik erlebt\, sondern autistische „Shutdowns“ nach Überstimulation. Sie verstehen\, wie neuropsychologische Besonderheiten – Schwierigkeiten mit Theory of Mind\, detailfokussierte Wahrnehmung\, exekutive Dysfunktionen – das tägliche Erleben prägen und warum konventionelle Therapieansätze oft ins Leere laufen. \nBesonderer Fokus liegt auf der differenzialdiagnostischen Präzision: Sie lernen\, ASS von oberflächlich ähnlichen Störungsbildern zu unterscheiden – nicht durch Fragebogen allein\, sondern durch klinische Beobachtung\, gezielte Exploration und das Verstehen der inneren Logik autistischen Erlebens. Der Kurs vermittelt\, wann Sie an ASS denken sollten\, welche Fragen wirklich weiterführen und wie Sie diagnostische Gespräche führen\, die hinter die Maske blicken. Sie verlassen den Kurs mit geschärftem Blick für eine Patientengruppe\, die Ihnen bisher möglicherweise entgangen ist. \nKonkret werden behandelt:\n\nKlinische Erscheinungsbilder im Erwachsenenalter: Wie zeigt sich hochfunktionale ASS in Partnerschaft\, Beruf und Alltag? Ausführliche Kasuistiken illustrieren typische Patientenverläufe – von der Erstvorstellung über diagnostische Irrwege bis zur korrekten Einordnung\nDiagnostische Sensibilität entwickeln: Welche Beobachtungen sind wegweisend? Wie explorieren Sie systematisch\, ohne Standardfragebogen blind zu vertrauen? Konkrete Gesprächsleitfäden und Beobachtungskriterien für typische und atypische Präsentationen\nNeuropsychologische Grundlagen verstehen: Theory of Mind-Besonderheiten\, detailfokussierte Wahrnehmung\, exekutive Herausforderungen – Sie verstehen die innere Logik autistischen Erlebens und können daraus therapeutische Strategien ableiten\nKomorbidität und Differenzialdiagnostik meistern: Depression\, Angst\, Zwang\, ADHS\, Persönlichkeitsstörungen\, dissoziative und psychotische Symptome – wie grenzen Sie ab? Wann liegt primäre ASS vor\, wann Komorbidität? Entscheidungshilfen für komplexe diagnostische Konstellationen\nGeschlechtsspezifische Besonderheiten erkennen: Warum „maskieren“ Frauen anders? Welche Kompensationsstrategien sind typisch? Wie unterscheiden sich weibliche Präsentationsformen von männlichen? Aktuelle Forschung zum „female autism phenotype“ praxisnah aufbereitet\nTherapeutische Ansätze anpassen: Was funktioniert\, was nicht? Wie modifizieren Sie klassische KVT für ASS-Patienten? Welche Beziehungsgestaltung schafft Vertrauen? Ambulante Gruppenprogramme\, strukturierte Einzeltherapie\, stationäre Konzepte – mit realistischer Einschätzung von Möglichkeiten und Grenzen\nInteraktive Falldiskussionen: Sie arbeiten an komplexen Fallkonstellationen\, entwickeln diagnostische Hypothesen und therapeutische Strategien – mit Raum für kollegialen Austausch und supervisorischen Elementen\n\nWarum dieser Kurs?\nDie durchschnittliche Zeitspanne zwischen ersten Symptomen und korrekter ASS-Diagnose bei Erwachsenen beträgt oft über ein Jahrzehnt – Jahre ineffektiver Behandlungen\, gescheiterter Therapieversuche und zunehmender Selbstzweifel bei Betroffenen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für hochfunktionale ASS stetig\, und immer mehr Erwachsene suchen aktiv nach diagnostischer Abklärung. Ihre Praxis wird zunehmend mit dieser Patientengruppe konfrontiert sein – die Frage ist\, ob Sie sie erkennen. \nWer hochfunktionale ASS präzise diagnostiziert\, kann Behandlungsverläufe grundlegend verändern. Die korrekte Diagnose ermöglicht Selbstverständnis\, erklärt lebenslange Schwierigkeiten\, entlastet von Schuld und eröffnet spezifische therapeutische Wege. ASS-informierte Therapieansätze zeigen deutlich bessere Ergebnisse als Standardbehandlungen – vorausgesetzt\, die Diagnose ist gestellt. Dieser Kurs vermittelt Ihnen die diagnostische Kompetenz und therapeutische Sicherheit\, um einer oft übersehenen\, hochbelasteten Patientengruppe endlich wirksam helfen zu können. Sie lernen nicht nur\, ASS zu erkennen – Sie lernen\, autistisches Erleben zu verstehen und therapeutisch zu nutzen.
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SUMMARY:Zwischen Enkel-Fotos und Freundschaftsanfragen – Stabilität und Veränderung sozialer Beziehungen im Alter
DESCRIPTION:Soziale Plastizität\, neurobiologische Grundlagen und therapeutische Perspektiven\nSoziale Beziehungen verändern sich im höheren Lebensalter grundlegend – nicht als Ausdruck von Defizit\, sondern als Teil lebenslanger Anpassungs- und Reifungsprozesse. Während bestimmte Kontakte an Bedeutung verlieren\, rücken andere stärker in den Fokus: familiäre Bindungen\, insbesondere zu Enkeln\, gewinnen an Gewicht\, zugleich eröffnen digitale Kommunikationsformen neue Möglichkeiten sozialer Teilhabe. Diese Veränderungen sind nicht nur sozial\, sondern neurobiologisch fundiert. Das alternde Gehirn bleibt plastisch und passt sich veränderten sozialen Anforderungen aktiv an.\nIn der klinischen Praxis zeigt sich jedoch\, dass diese Anpassungsprozesse nicht automatisch gelingen. Einsamkeit\, soziale Unsicherheit oder Überforderung durch digitale Medien können psychische Belastungen verstärken. Therapeutisch relevant ist daher die Frage\, wie soziale Beziehungen im Alter kompetent gestaltet und neurobiologische Ressourcen gezielt genutzt werden können. Der Kurs verbindet gerontologische Forschung mit klinischer Erfahrung und rückt soziale Plastizität als zentralen Wirkfaktor psychischer Gesundheit im Alter in den Mittelpunkt. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDas Seminar vermittelt einen fundierten Einblick in aktuelle Forschung zu sozialen Beziehungen im Alter und deren neurobiologischen Grundlagen. Die Teilnehmer:innen lernen\, wie neuronale und insbesondere kortikale Plastizität lebenslang erhalten bleibt und therapeutisch nutzbar gemacht werden kann. Vorgestellt werden wissenschaftlich validierte Verfahren zur Erfassung und bildgebenden Darstellung zerebraler Plastizität sowie deren Bedeutung für soziale Anpassungsprozesse. Darüber hinaus werden evidenzbasierte Strategien zur Gestaltung sozialer Beziehungen im Alter vermittelt\, die sowohl in der therapeutischen Arbeit als auch zur eigenen Selbsterfahrung Anwendung finden können. \nKonkret werden behandelt:\nSoziale Beziehungen im Alter\nVeränderungen von Nähe\, Distanz und Prioritäten im Lebensverlauf. \nNeurobiologische Grundlagen\nLebenslange neuronale Plastizität und ihre Bedeutung für soziale Anpassung. \nDigitale Kommunikation und Altern\nSpezifische Herausforderungen und Chancen digitaler Medien für ältere Menschen. \nErfassung zerebraler Plastizität\nÜberblick über validierte diagnostische und bildgebende Verfahren. \nAltwerden\, Altern und Reifen\nKonzeptionelle Differenzierung zentraler Begriffe der Entwicklungspsychologie. \nTherapeutische Implikationen\nFörderung sozialer Kompetenz\, Teilhabe und psychischer Stabilität im Alter. \nWarum dieser Kurs?\nMit dem demografischen Wandel gewinnt die psychotherapeutische Arbeit mit älteren Menschen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig besteht die Gefahr\, altersbezogene Veränderungen vorschnell zu pathologisieren oder ausschließlich defizitär zu betrachten. Die Forschung zeigt hingegen\, dass soziale und neuronale Entwicklungsprozesse bis ins hohe Alter aktiv gestaltbar sind.\nDer Kurs bietet eine differenzierte\, wissenschaftlich fundierte Perspektive auf soziale Beziehungen im Alter und deren neurobiologische Grundlagen. Er richtet sich an Therapeut:innen\, die Altern nicht nur als Abbau\, sondern als dynamischen Entwicklungsprozess verstehen und ihre Arbeit entsprechend ressourcenorientiert und evidenzbasiert ausrichten möchten.
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SUMMARY:Vom Zwang zum Ideal – oder: Warum gut genug oft besser ist
DESCRIPTION:Perfektionismus erkennen\, verstehen und therapeutisch bearbeiten\nPerfektionismus ist zu einem der zentralen Phänomene unserer Zeit geworden – und zu einem transdiagnostischen Faktor\, der in der Therapie zunehmend Raum einnimmt. Forschung zeigt\, dass perfektionistische Tendenzen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen haben\, parallel zur Verdichtung von Leistungsanforderungen\, sozialer Vergleichbarkeit durch digitale Medien und der kulturellen Überzeugung\, dass Selbstoptimierung machbar und notwendig ist. Was als motivierendes Streben nach Exzellenz beginnt\, entwickelt sich bei vielen Menschen zu einem rigiden\, selbstschädigenden Muster\, das therapeutische Prozesse blockiert\, Symptomreduktion verhindert und Lebensqualität massiv einschränkt. \nSie kennen das aus Ihrer Praxis: Die Patientin mit Depression\, die jede Therapieübung perfekt machen will und sich dann für „Versagen“ verurteilt\, wenn Fortschritte ausbleiben. Der Klient mit Zwangsstörung\, dessen Expositionsübungen scheitern\, weil er sie „richtig genug“ durchführen muss. Die erschöpfte Akademikerin mit Burn-out\, die trotz Überlastung keine Aufgabe abgeben kann\, weil „niemand es so gut macht wie ich“. Der Student mit Prüfungsangst\, der lieber gar nicht zur Klausur erscheint\, als eine „nur befriedigende“ Leistung abzuliefern. Perfektionismus durchzieht eine Vielzahl von Störungsbildern – Depression\, Angst\, Zwang\, Essstörungen\, chronische Erschöpfung\, Prokrastination – und wirkt oft als aufrechterhaltender Faktor\, der Veränderung systematisch sabotiert. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nSie erhalten eine fundierte Einführung in die Psychologie des Perfektionismus – ein Konstrukt\, das komplexer ist als es zunächst scheint. Die Forschung unterscheidet verschiedene Dimensionen: selbstbezogener Perfektionismus (eigene überhöhte Standards)\, fremdbezogener Perfektionismus (unrealistische Erwartungen an andere) und sozial vorgeschriebener Perfektionismus (das Gefühl\, anderen Standards erfüllen zu müssen). Sie verstehen\, warum manche Formen adaptiv sein können\, während andere pathogen wirken – und wie Sie diese Unterscheidung therapeutisch nutzen. \nDer Kurs arbeitet mit praxisnahen Fallbeispielen\, die typische perfektionistische Muster verdeutlichen: Der Manager\, der jede E-Mail fünfmal überarbeitet und deshalb chronisch überlastet ist. Die Therapeutin in Supervision\, die eigene hohe Standards auf ihre Patienten projiziert und Frustration erlebt\, wenn diese „nicht genug tun“. Der Jugendliche\, der lieber gar nicht anfängt zu lernen\, weil die Angst vor unzureichender Leistung lähmend wirkt. Sie lernen\, perfektionistische Kognitionen zu identifizieren („Alles oder nichts“\, „Fehler sind inakzeptabel“\, „Mein Wert hängt von meiner Leistung ab“)\, die dahinterliegenden Schemata zu verstehen und gezielt zu explorieren. \nBesonderer Fokus liegt auf praktischen Interventionen: Wie brechen Sie dichotomes Denken auf? Wie etablieren Sie flexiblere Standards? Welche Verhaltensexperimente helfen\, die Konsequenzen „guter genug“-Leistungen zu testen? Wie arbeiten Sie mit Scham und Selbstwert\, die oft mit Perfektionismus verknüpft sind? Sie erproben konkrete Techniken – von kognitiven Umstrukturierungen über Verhaltensexperimente bis hin zu achtsamkeitsbasierten Ansätzen\, die perfektionistische Selbstkritik entschärfen. Der Kurs vermittelt außerdem\, wie Sie Perfektionismus als transdiagnostischen Faktor in Behandlungspläne integrieren\, auch wenn er nicht die Hauptdiagnose ist. \nKonkret werden behandelt:\n\nPerfektionismus-Konzepte und Dimensionen: Selbstbezogener\, fremdbezogener und sozial vorgeschriebener Perfektionismus – Sie verstehen die verschiedenen Facetten und können diese differenziert explorieren\nTransdiagnostische Relevanz: Wie wirkt Perfektionismus bei Depression\, Angst\, Zwang\, Essstörungen\, Prokrastination und chronischer Erschöpfung? Wann ist er primäres Problem\, wann aufrechterhaltender Faktor? Konkrete Beispiele aus verschiedenen Störungsbildern\nDiagnostische Exploration: Welche Fragen decken perfektionistische Muster auf? Wie explorieren Sie Standards\, Fehlerüberzeugungen\, Selbstwert-Kopplungen? Leitfäden für systematische Erfassung in Erstgesprächen und laufender Therapie\nKognitive Interventionen: Dichotomes Denken aufbrechen\, katastrophisierende Fehlerbewertungen modifizieren\, Selbstwert-Leistungs-Kopplungen lösen – mit konkreten Gesprächsbeispielen und Arbeitsblättern\nVerhaltensexperimente: „Gut genug“-Übungen gestalten\, Konsequenzen unvollkommener Leistung testen\, Prokrastination durch Perfektionismus überwinden – Sie lernen\, wie Sie Patienten zu mutigen Experimenten motivieren\nAchtsamkeits- und akzeptanzbasierte Ansätze: Selbstmitgefühl kultivieren\, perfektionistische Selbstkritik entschärfen\, mit Scham therapeutisch arbeiten – Techniken\, die rigide Standards flexibilisieren\nFallstricke und Therapeuten-Perfektionismus: Wie gehen Sie mit eigenen perfektionistischen Tendenzen um? Wann projizieren Sie unrealistische Erwartungen auf Patienten? Reflexion der eigenen Therapeutenrolle\n\nWarum dieser Kurs?\nPerfektionismus ist einer der am häufigsten übersehenen aufrechterhaltenden Faktoren in der Psychotherapie – nicht weil er unsichtbar wäre\, sondern weil er oft als „Fleiß“\, „Gewissenhaftigkeit“ oder „hohe Ansprüche“ fehlinterpretiert wird. Dabei zeigt die Forschung eindeutig: Pathologischer Perfektionismus ist ein robuster Prädiktor für schlechte Therapieergebnisse\, erhöhte Rückfallraten und chronischen Leidensdruck. Kulturell wird Perfektionismus oft positiv konnotiert – wer hohe Standards hat\, gilt als erfolgreich. Therapeutisch ist er jedoch eine massive Belastung. \nWer Perfektionismus gezielt identifiziert und bearbeitet\, kann Behandlungsverläufe deutlich verbessern. Patienten\, die lernen\, mit „gut genug“ zu leben\, zeigen nicht nur Symptomreduktion\, sondern auch erhöhte Lebenszufriedenheit\, bessere soziale Beziehungen und stabilere Therapieerfolge. Dieser Kurs vermittelt Ihnen das konzeptuelle Verständnis und die praktischen Werkzeuge\, um ein Phänomen zu behandeln\, das in nahezu jeder Praxis präsent ist – oft unbemerkt\, aber wirkmächtig. Sie lernen\, Perfektionismus nicht als Charakterstärke zu romantisieren\, sondern als therapeutisches Ziel zu begreifen: Flexibilität statt Rigidität\, Selbstmitgefühl statt Selbstkritik\, Lebendigkeit statt Leistungszwang.
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SUMMARY:Neue Nummern\, gleiche Störungen? - ICD-11: Psychische Störungen zwischen Klassifikation und Realität
DESCRIPTION:Orientierung gewinnen\, Systematik verstehen\, klinische Entscheidungen präziser treffen\nNach 30 Jahren ICD-10-Nutzung zeigen Studien\, dass bis zu 40% der Diagnosen bei psychischen Störungen in der Übergangsphase zwischen Klassifikationssystemen Inkonsistenzen aufweisen – nicht wegen mangelnder Sorgfalt\, sondern wegen veränderter Systematik. Die WHO hat mit der ICD-11 über 55.000 Krankheitsentitäten neu strukturiert\, allein im Kapitel F/06 (psychische Störungen) wurden grundlegende Konzepte überarbeitet. Obwohl die verpflichtende Einführung in Deutschland noch aussteht\, beeinflusst die ICD-11 bereits jetzt Behandlungsleitlinien\, Forschungspublikationen und internationale Kommunikation. \nSie kennen das aus Ihrer Praxis: Patienten mit komplexer PTBS\, die nach ICD-10 unter F43.1 nur unzureichend abgebildet wurden. Zwangsstörungen\, die konzeptuell zwischen Angst- und Impulskontrollstörungen changierten. Oder die diagnostische Unsicherheit bei Gaming Disorder\, das erst 2022 erstmals in einer offiziellen Klassifikation erschien. Die ICD-11 adressiert genau diese klinischen Grauzonen durch wissenschaftlich fundierte Neustrukturierungen\, dimensionale Spezifizierungen und präzisere Kriterien. Dieser Kurs vermittelt Ihnen systematisch\, welche Änderungen klinisch relevant sind und wie Sie die neue Klassifikation sicher anwenden – lange bevor sie zur Pflicht wird. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nSie erhalten eine wissenschaftlich fundierte Einführung in die Logik der ICD-11\, die auf den Feldstudienergebnissen von über 15.000 klinischen Fachkräften weltweit basiert. Die neue Struktur folgt einer funktionalen Modelllogik\, die empirisch besser validiert ist als das kategoriale System der ICD-10. Sie arbeiten sich durch die relevantesten diagnostischen Gruppen – affektive Störungen\, Angst- und Zwangsstörungen\, Traumafolgestörungen\, substanzbezogene und Verhaltenssüchte – und verstehen\, warum bestimmte Störungsbilder umklassifiziert wurden. \nBesonderer Fokus liegt auf der praktischen Umsetzbarkeit: Wie kodieren Sie komplexe PTBS? Welche Spezifizierungen bei Depression sind klinisch entscheidungsrelevant? Wie dokumentieren Sie Gaming Disorder korrekt für Kostenträger? Anhand konkreter Fallbeispiele wird nachvollziehbar\, wie die dimensionalen Ergänzungen (z.B. bei Persönlichkeitsstörungen) diagnostische Präzision erhöhen und therapeutische Planung verfeinern können. Die WHO hat zudem Online-Tools zur Kodierung bereitgestellt – deren Nutzung wird im Kurs praktisch demonstriert. \nKonkret werden behandelt:\n\nStrukturelle Grundprinzien der ICD-11: Neue Kapitelarchitektur\, funktionale statt deskriptive Klassifikation\, Einführung dimensionaler Spezifizierungen mit empirischer Validierung\nZentrale diagnostische Verschiebungen: Komplexe PTBS als eigenständige Diagnose\, Zwangsstörungen als separate Gruppe\, neue Klassifikation von Gaming Disorder und anderen Verhaltenssüchten – jeweils mit wissenschaftlicher Begründung aus aktuellen Meta-Analysen\nAffektive Störungen und Angststörungen: Präzisierte Kriterien\, neue Subtypen\, praxisrelevante Abgrenzungen – Sie verstehen\, warum z.B. die anhaltende Trauerstörung neu aufgenommen wurde und welche Versorgungslücke dies schließt\nPersönlichkeitsstörungen dimensional: Vom kategorialen zum dimensionalen Modell – ein Paradigmenwechsel mit direkten Konsequenzen für Therapieplanung und Dokumentation\nKodierpraxis und typische Fallstricke: Konkrete Entscheidungsregeln\, Umgang mit Mehrfachdiagnosen\nRelevanz für Ausbildung und Versorgung: Welche Konsequenzen hat die ICD-11 für Dokumentation\, Qualitätssicherung\, multiprofessionelle Kommunikation und Lehrtätigkeit in Aus- und Weiterbildung\n\nWarum dieser Kurs?\nPsychische Störungen verursachen in Deutschland jährlich über 44 Milliarden Euro direkte Krankheitskosten – präzise Diagnostik ist nicht nur wissenschaftlich\, sondern auch versorgungspolitisch zentral. Die ICD-11 integriert 25 Jahre Forschungsfortschritt seit Veröffentlichung der ICD-10 und bildet Störungsbilder ab\, die damals noch nicht als eigenständige Entitäten anerkannt waren. Studien zeigen\, dass Behandler\, die mit neuen Klassifikationen vertraut sind\, diagnostische Entscheidungen um durchschnittlich 15-20% schneller treffen und interdisziplinär präziser kommunizieren können. \nWer die ICD-11 jetzt beherrscht\, gewinnt diagnostische Souveränität für die kommenden Jahrzehnte. Sie können klinische Phänomene differenzierter einordnen\, wissenschaftlich fundierter argumentieren und sind vorbereitet\, wenn die Umstellung verbindlich wird. Internationale Publikationen und Forschungsanträge nutzen bereits jetzt die ICD-11-Nomenklatur – Ihre Fähigkeit\, beide Systeme zu übersetzen\, wird zur gefragten Kompetenz. Dieser Kurs bietet Ihnen eine solide wissenschaftliche Grundlage und direkt anwendbares Praxiswissen.
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SUMMARY:Vom kreativen Handeln zum inneren Wandel – Gestaltungsprozesse durch Kunsttherapie erfahren
DESCRIPTION:Kunsttherapie in der psychotherapeutischen Praxis: Grundlagen\, Methoden und multiprofessionelle Zusammenarbeit\nIn der psychotherapeutischen Versorgung stoßen verbale Therapieverfahren regelmäßig an Grenzen: Patienten mit Traumafolgestörungen\, bei denen sprachliche Verarbeitung blockiert ist\, Kinder und Jugendliche mit begrenzten Verbalisierungsfähigkeiten\, Menschen mit Alexithymie oder schweren Depressionen\, bei denen der Zugang zu Emotionen über Sprache erschwert ist. Sie kennen diese Situationen aus Ihrer Praxis. Kunsttherapeutische Verfahren bieten hier einen evidenzbasierten Zugangsweg zu emotionalen und unbewussten Prozessen\, der die verbale Psychotherapie sinnvoll ergänzen kann. \nDie Integration künstlerischer Gestaltungsprozesse in die psychotherapeutische Behandlung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Forschung belegt die Wirksamkeit kunsttherapeutischer Interventionen insbesondere bei Traumafolgestörungen\, Angsterkrankungen und affektiven Störungen. Gleichzeitig zeigt die Versorgungspraxis: Die Schnittstelle zwischen Psychotherapie und Kunsttherapie birgt erhebliches Potenzial – vorausgesetzt\, beide Berufsgruppen verstehen die jeweiligen Arbeitsweisen und können gezielt kooperieren. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDieser Kurs vermittelt Ihnen fundiertes Verständnis kunsttherapeutischer Grundlagen und Methoden – nicht als Ausbildung zur kunsttherapeutischen Behandlung\, sondern als Kompetenz für die multiprofessionelle Zusammenarbeit. Über theoretische Impulse lernen Sie verschiedene kunsttherapeutische Ansätze und deren wissenschaftliche Fundierung kennen. Die Besonderheit liegt in der Methodik: Durch angeleitete Selbsterfahrung erleben Sie am eigenen Prozess\, wie künstlerisches Gestalten psychische Veränderungen initiiert\, Emotionen zugänglich macht und therapeutische Prozesse fördern kann. \nSie erfahren dabei unmittelbar\, welche Wirkfaktoren kunsttherapeutische Interventionen auszeichnen und wie sich gestaltete Bilder als „konkretisierte Affekte“ verstehen und therapeutisch nutzen lassen. Die strukturierte Reflexion Ihrer eigenen Gestaltungserfahrungen bildet die Grundlage für ein vertieftes Verständnis: Was geschieht im kunsttherapeutischen Prozess? Welche Patienten profitieren besonders? Wie lassen sich kunsttherapeutische Interventionen in Behandlungskonzepte integrieren? Diese praxisnahe Herangehensweise versetzt Sie in die Lage\, kunsttherapeutische Angebote fundiert einzuschätzen\, gezielte Empfehlungen auszusprechen und die Zusammenarbeit mit kunsttherapeutischen Kolleg:innen professionell zu gestalten. \nKonkret werden behandelt:\n\nTheoretische Grundlagen verschiedener kunsttherapeutischer Ansätze\nSie erhalten einen Überblick über psychodynamische\, humanistische und ressourcenorientierte Konzepte der Kunsttherapie und deren jeweilige Indikationen in der klinischen Praxis.\nWirkfaktoren und Prozessqualitäten künstlerischen Gestaltens\nVermittlung der spezifischen Wirkmechanismen: Wie unterscheidet sich der kunsttherapeutische vom rein verbalen Zugang? Welche psychischen Prozesse werden durch gestalterische Tätigkeit aktiviert?\nAngeleitete Selbsterfahrungsübungen mit verschiedenen Materialien und Techniken\nPraktisches Erleben unterschiedlicher Gestaltungsansätze – von strukturierten bis zu freien Verfahren. Die Übungen sind so konzipiert\, dass künstlerisches Talent keine Rolle spielt.\nStrukturierte Reflexionsmethoden\nErlernen Sie professionelle Herangehensweisen zur Reflexion gestalteter Werke – sowohl in der Selbsterfahrung als auch als Grundlage für das Verständnis therapeutischer Prozesse.\nIndikationsstellung und Behandlungsplanung\nWelche Patienten profitieren von kunsttherapeutischen Interventionen? Wie lässt sich Kunsttherapie in multimodale Behandlungskonzepte integrieren? Praktische Orientierungshilfen für Ihre Versorgungsrealität.\nMultiprofessionelle Schnittstellen und Kooperationsmodelle\nKonkrete Hinweise zur Zusammenarbeit mit Kunsttherapeut:innen: Überweisungskriterien\, Informationsaustausch\, gemeinsame Behandlungsplanung in ambulanten und stationären Settings.\nFallbeispiele aus verschiedenen Störungsbereichen\nFälle wie beispielsweise Traumafolgestörungen\, Angststörungen und affektive Erkrankungen illustrieren die klinische Anwendung kunsttherapeutischer Verfahren.\n\nWarum dieser Kurs?\nKunsttherapeutische Interventionen sind in der psychotherapeutischen Versorgung etabliert und wissenschaftlich fundiert. Studien belegen ihre Wirksamkeit insbesondere bei Patienten\, die schwer verbalisieren können oder bei denen emotionale Blockaden die therapeutische Arbeit erschweren. Dennoch bleibt das Potenzial multiprofessioneller Zusammenarbeit zwischen Psychotherapie und Kunsttherapie häufig ungenutzt – nicht aus mangelnder Wirksamkeit\, sondern aus fehlendem gegenseitigem Verständnis der Arbeitsweisen. \nDieser Kurs schließt diese Lücke durch einen einzigartigen methodischen Ansatz: Statt theoretischer Wissensvermittlung über ein fremdes Verfahren erleben Sie selbst\, was kunsttherapeutische Prozesse ausmacht. Diese Selbsterfahrung schafft ein Verständnis auf einer Ebene\, die reine Theorie nicht erreichen kann. Sie entwickeln eine fundierte Grundlage\, um kunsttherapeutische Behandlungsoptionen für Ihre Patienten einzuschätzen\, gezielte Empfehlungen auszusprechen und die Kooperation mit kunsttherapeutischen Kolleg:innen professionell zu gestalten. \nDie Fortbildung richtet sich explizit an Psychotherapeuten ohne künstlerische Vorkenntnisse. Es geht nicht darum\, selbst kunsttherapeutisch zu arbeiten\, sondern die Schnittstelle kompetent zu gestalten. In einer Versorgungslandschaft\, die zunehmend auf multiprofessionelle Teams setzt\, ist dieses Verständnis ein entscheidender Qualitätsfaktor für Ihre Behandlungen. \nErweitern Sie Ihren therapeutischen Horizont\, verstehen Sie die Möglichkeiten eines komplementären Verfahrens aus eigener Erfahrung und optimieren Sie die Versorgung Ihrer Patienten durch fundierte multiprofessionelle Zusammenarbeit.
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SUMMARY:Prokrastination - Nur Harakiri ist schöner
DESCRIPTION:Zwischen Aufschieben\, Selbstabwertung und blockierter Handlungsfähigkeit\nProkrastination ist keine eigenständige Diagnose\, aber für Betroffene ein hochbelastendes und häufig chronisches Problem. Anhaltendes Aufschieben geht mit Scham\, Selbstvorwürfen\, Leistungseinbußen und einer spürbaren Einschränkung der Lebensqualität einher. In der psychotherapeutischen Praxis zeigt sich Prokrastination selten isoliert\, sondern eingebettet in Angst vor Bewertung\, Perfektionsansprüche\, Selbstwertprobleme und ambivalente Zielbindungen. Was nach außen wie Trägheit wirkt\, ist klinisch häufig Ausdruck blockierter Selbstregulation und innerer Konflikte.\nBesonders deutlich wird dies bei jungen Menschen\, die zwischen hohen gesellschaftlichen Erwartungen\, diffuser Zukunftsunsicherheit und instabilen Wertsystemen navigieren müssen. Phänomene wie Hikikomori oder sogenannte NEET-Verläufe verweisen auf tiefgreifende Veränderungen von Motivation\, Leistung und sozialer Teilhabe. Gleichzeitig entsteht im generationellen Vergleich rasch ein moralischer Deutungsrahmen\, der Prokrastination als Charakter- oder Haltungsproblem missversteht. Der Kurs rückt diese Dynamiken zurecht: Prokrastination wird als psychologisch erklärbares\, therapeutisch relevantes Muster verstanden – nicht als mangelnder Wille. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDas Seminar vermittelt ein differenziertes Verständnis von Prokrastination als komplexes Zusammenspiel aus Motivation\, Emotion\, Selbstwert und Kontextbedingungen. Gesellschaftliche Entwicklungen und generationenspezifische Perspektiven werden ebenso einbezogen wie die subjektive Erlebniswelt der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Auf dieser Basis werden psychotherapeutische Modelle vorgestellt\, die erklären\, warum Einsicht allein selten zu Veränderung führt. Im Fokus steht die Frage\, wie therapeutische Prozesse gestaltet werden können\, um Handlungsfähigkeit aufzubauen\, ohne Scham und Selbstabwertung weiter zu verstärken. Theorie\, klinische Beispiele und anschauliche Interventionen greifen dabei eng ineinander. \nKonkret werden behandelt:\n\nProkrastination als Selbstregulationsproblem\nAbgrenzung von Faulheit\, Widerstand und Motivationsmangel.\nLeidensdruck und psychische Folgen\nZusammenhänge mit Angst\, Depression\, Selbstwertproblemen und Leistungsabfall.\nGesellschaftliche und generationelle Kontexte\nWertunsicherheit\, Überforderung und kulturelle Deutungsmuster von Leistung.\nPerspektiven von Betroffenen und Angehörigen\nScham\, Konflikte und Missverständnisse im sozialen Umfeld.\nPsychotherapeutische Modelle und Interventionen\nAnsatzpunkte zur Förderung von Motivation\, Zielbindung und Umsetzung.\nTherapeutische Haltung\nZwischen Strukturgebung\, Empathie und klarer Verantwortungszuschreibung.\n\nWarum dieser Kurs?\nProkrastination ist ein häufiges\, aber oft unterschätztes Thema in der psychotherapeutischen Versorgung. Sie beeinflusst Bildungs- und Berufsverläufe\, soziale Teilhabe und psychische Gesundheit nachhaltig\, wird jedoch nicht selten bagatellisiert oder moralisiert. Gleichzeitig zeigt die Forschung\, dass gezielte psychotherapeutische Interventionen wirksam sind – vorausgesetzt\, das Problem wird konzeptionell richtig verstanden.\nDer Kurs bietet eine fundierte\, zeitgemäße Einordnung von Prokrastination und vermittelt therapeutische Sicherheit im Umgang mit einem Phänomen\, das viele Therapien begleitet\, ohne explizit benannt zu werden. Er schärft den Blick für die psychologische Logik des Aufschiebens und eröffnet Wege\, aus blockierter Handlung wieder wirksames Tun entstehen zu lassen.
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SUMMARY:Angst vor der Arbeit? Gibt es nicht? Doch! – Arbeitsangst erkennen\, therapieren und sozialmedizinisch einordnen
DESCRIPTION:Zwischen Leistungsanforderung\, Bedrohungserleben und Erwerbsfähigkeit\nArbeitsangst ist ein häufiges\, aber in der psychotherapeutischen Versorgung lange unterschätztes Phänomen. Bedrohung durch Kund:innen oder Schüler:innen\, Unfallgefahren\, permanente Bewertung durch Vorgesetzte oder Rivalitäten im Kollegium können den Arbeitsplatz zu einem zentralen Angstraum machen. Hinzu kommt\, dass arbeitsbezogene Ängste auch sekundär im Rahmen anderer psychischer Erkrankungen auftreten und sich dort auf spezifische Arbeitsplatzsituationen fokussieren. Klinisch problematisch ist\, dass diese Ängste selten offen benannt werden. Patient:innen berichten stattdessen über körperliche Beschwerden\, Erschöpfung oder Konflikte – die Angst bleibt implizit.\nNehmen arbeitsbezogene Ängste phobischen Charakter an\, führen sie regelhaft zu Arbeitsunfähigkeit und nicht selten zum Verlust des Arbeitsplatzes. Therapeutisch entsteht dadurch eine besondere Konstellation: Der zentrale Angstraum ist real\, dauerhaft präsent und entzieht sich klassischen Expositionslogiken. Gleichzeitig haben Fehldiagnosen oder unzureichende Einordnung erhebliche sozialmedizinische Konsequenzen. Der Kurs macht deutlich\, warum Arbeitsangst kein Randphänomen ist\, sondern ein eigenständiges\, versorgungsrelevantes Störungsbild. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDas Seminar vermittelt ein differenziertes Verständnis arbeitsplatzbezogener Ängste auf der Basis aktueller klinischer und sozialmedizinischer Konzepte. Die Teilnehmer:innen lernen\, Arbeitsangst von anderen Angststörungen und stressassoziierten Belastungen abzugrenzen und typische diagnostische Fallstricke zu erkennen. Ein Schwerpunkt liegt auf der besonderen therapeutischen Herausforderung\, da der Arbeitsplatz selbst meist nicht als Übungsfeld zur Verfügung steht. Neben psychotherapeutischen Behandlungsstrategien werden sozialmedizinische Aspekte systematisch einbezogen\, um Therapieentscheidungen realistisch und verantwortungsvoll zu treffen. \nKonkret werden behandelt:\n\nFormen arbeitsbezogener Ängste\nArbeitsplatzphobie\, situationsbezogene Ängste und sekundäre Arbeitsängste.\nDiagnostische Besonderheiten\nWarum Patient:innen selten über Arbeitsangst sprechen – und wie sie dennoch erkannt werden kann.\nTherapeutische Herausforderungen\nBegrenzte Expositionsmöglichkeiten und alternative Behandlungsstrategien.\nArbeitsangst und Komorbidität\nEinbettung in depressive\, angstbezogene und traumabezogene Störungsbilder.\nSozialmedizinische Einordnung\nArbeitsfähigkeit\, Arbeitsunfähigkeit und ihre therapeutische Bedeutung.\nTherapeutische Haltung und Verantwortung\nZwischen Behandlung\, Schutz und realistischen Perspektiven.\n\nWarum dieser Kurs?\nArbeitsangst entscheidet häufig über Erwerbsverläufe\, soziale Teilhabe und langfristige psychische Stabilität. Gleichzeitig fehlt vielen Therapeut:innen eine klare diagnostische und konzeptionelle Orientierung im Umgang mit diesem Störungsbild. Ohne differenzierte Einordnung drohen Fehlbehandlungen mit gravierenden Konsequenzen für Patient:innen.\nDer Kurs schließt diese Lücke\, indem er psychotherapeutische und sozialmedizinische Perspektiven verbindet. Er stärkt die diagnostische Sicherheit\, erweitert das therapeutische Repertoire und ermöglicht einen professionellen Umgang mit einem Thema\, das in der heutigen Arbeitswelt an Bedeutung gewinnt – auch dort\, wo man lange meinte: Angst vor der Arbeit gibt es nicht.
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SUMMARY:Von der grauen Maus zum strahlenden Stern? Gesunder Selbstwert und wie er sich in der Psychotherapie fördern lässt
DESCRIPTION:Selbstwertbezogene Interventionen in der Psychotherapie: Wann\, wie und mit welchem Ziel?\n„Ich möchte an meinem Selbstwert arbeiten“ – diesen Wunsch äußern Patienten häufig bereits in den ersten Therapiesitzungen. Die wissenschaftliche Fundierung dieser intuitiven Priorisierung ist eindeutig: Eine Metaanalyse von 77 Längsschnittstudien belegt\, dass niedriger Selbstwert signifikant zur Entwicklung von Depressionen beiträgt (Sowislo & Orth\, 2013). Bei 13\,9 % der erwachsenen Bevölkerung wird jährlich eine Depression diagnostiziert (Bretschneider et al.\, 2024)\, und vermindertes Selbstwertgefühl ist nicht nur Symptom\, sondern nachweislich auch Risikofaktor. Sie kennen das aus Ihrer Praxis: Patienten mit ausgeprägter Selbstkritik\, die jeden therapeutischen Fortschritt sofort entwerten. Patienten\, bei denen klassische kognitive Techniken ins Leere laufen\, weil die Selbstabwertung tiefer sitzt als einzelne dysfunktionale Gedanken. Patienten\, deren Vermeidungsverhalten letztlich dem Schutz eines fragilen Selbstwerts dient. \nDie zentrale Frage lautet: Benötigt wirklich jeder Patient mit niedrigem Selbstwert eine explizite Selbstwertintervention – oder profitieren manche eher davon\, wenn Selbstwertthemen im Rahmen der Störungsbehandlung mitlaufen? Und welche Veränderungen sind überhaupt realistisch? Dieser Workshop vermittelt Ihnen das differenzialdiagnostische und therapeutische Handwerkszeug\, um diese Entscheidungen fundiert zu treffen und selbstwertbezogene Interventionen gezielt und effektiv einzusetzen. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nSie lernen zunächst\, wann eine explizite Arbeit am Selbstwert indiziert ist und wann etablierte störungsspezifische Interventionen ausreichen. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt\, dass nicht die Höhe des Selbstwerts allein entscheidend ist\, sondern dessen Stabilität\, Kontingenz und funktionale Rolle im Störungsgeschehen. Metaanalytische Befunde zu Compassion-Focused Therapy zeigen Effektstärken zwischen 0\,19 und 0\,90 für Selbstmitgefühl sowie zwischen 0\,15 und 0\,72 für die Reduktion von Selbstkritik (Swinson et al.\, 2023). Diese Interventionen sind besonders wirksam bei Patienten mit hoher Selbstkritik und Scham – Merkmale\, die häufig mit therapieresistenten Verläufen einhergehen. \nDer Kurs folgt einem integrativen Ansatz: Sie erfahren\, wie Sie bestehende verhaltenstherapeutische Techniken mit minimalem Aufwand auf Selbstwertthemen fokussieren können. Gleichzeitig werden selbstwertspezifische Interventionen vorgestellt\, die auf den Aufbau einer mitfühlenden Selbstbeziehung abzielen. Der theoretische Rahmen verbindet klassische kognitive Ansätze mit Konzepten aus der Compassion-Focused Therapy und dem Selbstmitgefühls-Training. Alle vorgestellten Techniken sind ambulant umsetzbar\, gut mit Richtlinienverfahren kombinierbar und können sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting eingesetzt werden. \nKonkret werden behandelt:\n\nDifferenzialdiagnostik des Selbstwerts: Unterscheidung zwischen niedrigem\, instabilem und kontingentem Selbstwert\, Identifikation von Patienten\, die von expliziter Selbstwertarbeit profitieren\, Abgrenzung zu narzisstischen Störungsbildern und ihre therapeutischen Implikationen\nIntegration in bestehende Interventionen: Adaptation etablierter kognitiver und behavioraler Techniken auf Selbstwertthemen\, Verhaltensexperimente zur Überprüfung selbstwertrelevanter Annahmen\, Aktivitätsaufbau mit Fokus auf Selbstwirksamkeit und realistische Erfolge\nAufbau eines „fairen Blicks“: Techniken zur Reduktion des dysfunktionalen inneren Kritikers\, kognitive Umstrukturierung selbstabwertender Bewertungsmuster\, Arbeit mit Doppelstandards („Würde ich so mit einem Freund sprechen?“)\nSelbstmitgefühlsorientierte Interventionen: Imaginationsübungen zur Aktivierung des affiliativen Systems (Soothing Rhythm Breathing\, Compassionate Self-Imagery)\, Stuhldialoge zwischen kritischem und mitfühlendem Selbstanteil\, praktische Übungen zum Aufbau einer wohlwollenden inneren Haltung\nSelbstfürsorge als therapeutisches Ziel: Unterscheidung zwischen selbstfürsorglichem und selbst-sabotierendem Verhalten\, konkrete Verhaltensaktivierung im Dienst der Selbstfürsorge\, Umgang mit Scham und Widerständen gegen Selbstfürsorge („Ich habe es nicht verdient“)\nUmgang mit therapeutischen Stolpersteinen: Identifikation und Bearbeitung von Vermeidungsverhalten in der Selbstwertarbeit\, therapeutische Haltung bei stark selbstkritischen Patienten\, Integration bei komorbiden Störungsbildern (insbesondere soziale Phobie\, Depression\, Essstörungen)\nPraxisnahe Materialien: Fertige Arbeitsblätter\, Imaginationsskripte und strukturierte Übungen für die direkte Umsetzung\, Videobeispiele therapeutischer Interventionen\, Hinweise zur Abrechenbarkeit im Rahmen der Richtlinienverfahren\n\nWarum dieser Kurs?\nDie Metaanalyse von Sowislo und Orth (2013) mit 77 Längsschnittstudien liefert robuste Evidenz: Der Effekt von niedrigem Selbstwert auf Depression (β = -.16) ist signifikant stärker als der umgekehrte Effekt. Interventionen zur Selbstwertstärkung sind damit nicht nur symptomorientiert\, sondern präventiv wirksam. Die gesellschaftliche Relevanz ist beträchtlich: Selbstwertprobleme sind transdiagnostisch relevant – bei Angststörungen\, Depressionen\, Essstörungen\, Persönlichkeitsstörungen und chronischen Schmerzsyndromen. \nDie besondere Stärke selbstwertbezogener Interventionen liegt in ihrer Wirksamkeit bei schwer behandelbaren Patienten. Systematische Reviews zeigen\, dass Compassion-Focused Therapy besonders effektiv ist für Personen mit hoher Selbstkritik (Leaviss & Uttley\, 2015) – also genau jene Patientengruppe\, bei der klassische kognitive Umstrukturierung häufig an Grenzen stößt. Die Interventionen sind wissenschaftlich fundiert\, praktisch gut umsetzbar und erfordern keine aufwändige Zusatzausbildung. Sie erweitern Ihr therapeutisches Repertoire um Techniken\, die Sie sofort in Ihre Praxis integrieren können – egal ob Sie überwiegend kognitiv-behavioral\, psychodynamisch oder integrativ arbeiten. \nSie erhalten in diesem Workshop nicht nur theoretisches Wissen\, sondern ein differenziertes Entscheidungsmodell für die Praxis: Wann ist Selbstwertarbeit indiziert? Welche Interventionen passen zu welchem Patienten? Wie lassen sich Selbstwertthemen elegant in bestehende Behandlungskonzepte einweben? Sie lernen Techniken kennen\, die Ihre Patienten dabei unterstützen\, sich selbst mit mehr Mitgefühl zu begegnen – eine Fähigkeit\, die nicht nur Symptome reduziert\, sondern nachhaltig zur psychischen Gesundheit beiträgt.
URL:https://psifit.grunddesigngmbh.com/kurs/von-der-grauen-maus-zum-strahlenden-stern-gesunder-selbstwert-und-wie-er-sich-in-der-psychotherapie-foerdern-laesst/
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SUMMARY:Wenn der Körper die Vergangenheit nachspielt – Körperselbst und Traumaspuren in der psychodynamischen Behandlungstechnik
DESCRIPTION:Trauma verstehen jenseits des Gesagten und therapeutisch durcharbeiten\nDie Traumaforschung zeigt seit Langem\, dass sich traumatische Erfahrungen nicht primär narrativ\, sondern im Körperselbst einschreiben. Dies gilt in besonderem Maße für frühe Bindungstraumata\, die zu einer Zeit entstehen\, in der sprachliche Symbolisierung noch nicht zur Verfügung steht. In der psychodynamischen Behandlung stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie können präverbale Traumaspuren erreicht werden\, die sich dem bewussten Erinnern entziehen\, aber das aktuelle Erleben und Beziehungshandeln nachhaltig prägen?\nDas Konzept des verkapselten Körperengramms beschreibt diese Traumaspuren als körperlich gebundene Erinnerungseinheiten\, die durch spezifische Abwehrmechanismen abgespalten bleiben. Sie zeigen sich nicht als Geschichte\, sondern als Spannung\, Affekt\, Impuls oder Beziehungsgeste. Der Kurs macht deutlich\, dass eine rein sprachliche Bearbeitung hier an Grenzen stößt – und dass der Körper selbst zum zentralen Zugang therapeutischer Arbeit werden muss. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDas Seminar vermittelt ein differenziertes Störungsverständnis des Körperselbst bei traumatischen Erfahrungen und entwickelt daraus eine spezifische psychodynamische Behandlungstechnik. Im Mittelpunkt steht die Methode der somatischen Narration\, mit der verkapselte Trauma-Engramme in den therapeutischen Prozess eingeladen und innerhalb der Beziehung bearbeitet werden können. Anhand zahlreicher klinischer Beispiele wird gezeigt\, wie körperliche Phänomene wahrgenommen\, benannt und gemeinsam mentalisiert werden\, ohne sie zu überfordern oder zu re-inszenieren. Theorie und klinische Demonstration greifen dabei eng ineinander und ermöglichen eine präzise\, zugleich sensible therapeutische Vorgehensweise. \nKonkret werden behandelt:\n\nTrauma und Körperselbst\nWie sich traumatische Erfahrungen im Körpergedächtnis einschreiben und erhalten bleiben.\nDas verkapselte Körperengramm\nKonzeptualisierung präverbaler Traumaspuren und ihrer körperlichen Abwehrmechanismen.\nSomatische Narration als Behandlungstechnik\nEinladung\, Darstellung und Durcharbeitung körperlich gebundener Traumaerinnerungen.\nTherapeutische Beziehung als Bühne\nBedeutung von Gegenübertragung\, Affektabstimmung und Beziehungsgestaltung.\nKlinische Anwendung\nArbeit an Fallbeispielen und Einordnung eigener Fälle der Teilnehmer:innen.\nTherapeutische Effekte\nEntwicklung emotionaler Klarheit\, Autonomie und verbesserter Selbstregulation.\n\nWarum dieser Kurs?\nViele psychodynamische Therapien bleiben anhaltend begrenzt wirksam\, wenn präverbale Traumaspuren unbeachtet bleiben. Symptome\, Affektdurchbrüche oder Beziehungsschwierigkeiten lassen sich dann zwar beschreiben\, aber nicht nachhaltig verändern. Die Arbeit am Körperselbst eröffnet hier einen entscheidenden Zugang\, um frühe Traumatisierungen erstmals psychisch verfügbar zu machen.\nDer Kurs vermittelt eine konzeptionell klare und klinisch erprobte Behandlungstechnik für genau diese Herausforderung. Er richtet sich an Therapeut:innen\, die Trauma nicht nur verstehen\, sondern auf der Ebene bearbeiten wollen\, auf der es entstanden ist – im Körper\, in der Beziehung und jenseits des rein Sprachlichen.
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SUMMARY:Wenn das Unbewusste Regie führt: Psychodynamische Impulse in der Verhaltenstherapie
DESCRIPTION:Verhaltenstherapie überzeugt durch ihre strukturierte Vorgehensweise\, ihre Evidenzbasis und ihre Zielorientierung. Gleichzeitig erleben viele Therapeut:innen in ihrer Praxis Situationen\, in denen bewährte Interventionen nicht greifen\, Therapien stagnieren oder sich unerwartete Wendungen ergeben. Patient:innen verhalten sich anders als besprochen\, Therapieziele werden sabotiert\, die therapeutische Beziehung fühlt sich plötzlich angespannt an – und dies\, obwohl die Fallkonzeption stimmig erscheint. Sie kennen das aus Ihrer Praxis: Manchmal spielen Faktoren eine Rolle\, die sich mit verhaltenstherapeutischen Modellen allein nicht vollständig erfassen lassen. \nPsychodynamische Konzepte bieten hier wertvolle Ergänzungen. Sie richten den Blick auf unbewusste Konflikte\, repetitive Beziehungsmuster\, Übertragungsphänomene und die Bedeutung der therapeutischen Beziehung als Wirkfaktor und Informationsquelle. Diese Perspektive ermöglicht es\, das Therapiegeschehen in seiner Komplexität zu erfassen\, ohne ständig neue Techniken einführen zu müssen. Stattdessen entwickeln Sie eine vertiefte Wahrnehmung für das\, was sich zwischen den Zeilen abspielt – und nutzen Ihr eigenes Erleben als diagnostisches und therapeutisches Instrument. \nDieser Kurs vermittelt Ihnen ein praxistaugliches psychodynamisches Fundament\, das Ihre verhaltenstherapeutische Arbeit von Beginn an ergänzt\, vertieft und bereichert. Sie lernen\, blinde Flecken frühzeitig zu erkennen\, Therapiehindernisse psychodynamisch zu verstehen und verhaltenstherapeutisch zu bewältigen. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDie Fortbildung basiert auf dem integrativen Ansatz der tiefenpsychologisch fundierten Verhaltenstherapie\, entwickelt und dargestellt im gleichnamigen Werk von Alexander Reichardt. Forschungsbefunde aus der Psychotherapieprozessforschung zeigen\, dass die therapeutische Beziehung und unbewusste Prozesse wesentliche Wirkfaktoren darstellen – unabhängig vom theoretischen Ansatz. Studien zur Therapieresistenz und zu Therapieabbrüchen belegen\, dass unerkannte Übertragungsdynamiken\, Widerstände und repetitive Beziehungsmuster häufige Ursachen für Stagnation oder vorzeitige Beendigung sind. \nDer Kurs arbeitet systematisch: Sie erarbeiten sich Schritt für Schritt die psychodynamische Herangehensweise – eine spezifische Haltung\, eine Form der Wahrnehmung und ein eigenes Verstehen. Im Zentrum stehen Konzepte wie Übertragung und Gegenübertragung\, unbewusste Konflikte\, Abwehrmechanismen und szenisches Verstehen. Diese werden nicht als theoretische Konstrukte vermittelt\, sondern als praktische Werkzeuge für Ihre verhaltenstherapeutische Arbeit nutzbar gemacht. \nSie lernen\, Ihr eigenes emotionales Erleben in der Therapiesitzung produktiv zu nutzen: Was löst diese Patientin in mir aus? Warum fühle ich mich in dieser Stunde unerwartet gereizt\, gelangweilt oder hilflos? Diese Gegenübertragungsreaktionen enthalten wertvolle Informationen über unbewusste Beziehungsmuster und können genutzt werden\, um Therapieprozesse zu verstehen und zu steuern. Der Kurs verbindet theoretische Fundierung mit praktischer Anwendung: Videobeispiele\, eigene Fälle\, Kleingruppenarbeit und Diskussion ermöglichen unmittelbares Erproben und Vertiefen. \nKonkret werden behandelt:\n\nPsychodynamische Grundkonzepte für die Verhaltenstherapie\nÜbertragung\, Gegenübertragung\, Widerstand\, Abwehrmechanismen und unbewusste Konflikte; deren Relevanz für verhaltenstherapeutische Behandlungsverläufe und praktische Erkennungsmerkmale im therapeutischen Alltag.\nPsychodynamische Fallkonzeption als Ergänzung zur VT-Perspektive\nIntegration unbewusster Themen\, repetitiver Beziehungsmuster und biografischer Prägungen in die verhaltenstherapeutische Konzeptualisierung; Erweiterung des Störungsverständnisses ohne Aufgabe der VT-Struktur.\nDie therapeutische Beziehung als Informationsquelle und Wirkfaktor\nSzenisches Verstehen\, Nutzung des eigenen Erlebens als diagnostisches Instrument\, Erkennung von Beziehungsinszenierungen; praktische Anwendung in schwierigen Therapiesituationen.\nFrüherkennung von Therapiehindernissen und Rückfallrisiken\nIdentifikation unbewusster Sabotage\, Erkennung von Ambivalenz und verdecktem Widerstand\, psychodynamisches Verstehen von Non-Compliance; präventive Interventionsstrategien.\nUmgang mit Stagnation und therapeutischen Sackgassen\nPsychodynamische Analyse festgefahrener Situationen\, Auflösung repetitiver Muster\, Integration unbewusster Konflikte in die verhaltenstherapeutische Intervention; konkrete Auswege aus Therapiestillstand.\nIntegration psychodynamischer Interventionen in die VT-Praxis\nDeutungsarbeit\, Konfrontation mit Vermeidung\, Bearbeitung von Übertragungsmustern im VT-Setting; methodenintegrative Vorgehensweisen unter Beibehaltung der VT-Grundstruktur.\nDas eigene Erleben als therapeutisches Element\nReflexion der therapeutischen Person\, Arbeit mit eigenen Reaktionen\, Förderung innerer Freiheit und professionellem Wohlbefinden; Bedeutung für Behandlungsqualität und Therapeut:innengesundheit.\n\nWarum dieser Kurs?\nVerhaltenstherapie ist hochwirksam und evidenzbasiert – dennoch erleben viele Praktiker:innen Situationen\, in denen die strukturierte Vorgehensweise an Grenzen stößt. Therapien verlaufen nicht wie geplant\, Patient:innen sabotieren Fortschritte\, die therapeutische Beziehung wird zum Problem statt zur Ressource. Psychotherapieforschung zeigt\, dass unbewusste Prozesse\, Übertragungsdynamiken und die Qualität der therapeutischen Beziehung entscheidende Wirkfaktoren darstellen – auch in der Verhaltenstherapie. \nDie Integration psychodynamischer Perspektiven erweitert Ihren therapeutischen Handlungsspielraum erheblich. Sie ermöglicht es\, Therapiehindernisse frühzeitig zu erkennen und zu verstehen\, bevor sie zu Stagnation oder Abbruch führen. Sie entwickeln eine vertiefte Wahrnehmung für das\, was sich jenseits der manifesten Inhalte abspielt\, und können Ihr eigenes Erleben produktiv nutzen\, statt es als störend zu empfinden. Dies führt zu umfassenderen Fallkonzeptionen\, präziseren Interventionen und letztlich zu stabileren Therapieerfolgen. \nBesonders wertvoll ist die methodenintegrative Perspektive: Psychodynamisches Verstehen ersetzt nicht die verhaltenstherapeutische Vorgehensweise\, sondern ergänzt und bereichert sie. Sie behalten Ihre VT-Struktur bei und gewinnen gleichzeitig Instrumente für komplexe Situationen\, die mit rein behavioralen Modellen schwer zu fassen sind. Der Kurs basiert auf dem praxiserprobten Ansatz der tiefenpsychologisch fundierten Verhaltenstherapie und vermittelt konkrete Anwendungen für den ambulanten Alltag. \nDarüber hinaus fördert die psychodynamische Haltung Ihre eigene innere Freiheit und Ihr professionelles Wohlbefinden. Indem Sie lernen\, Ihr Erleben als bedeutungstragendes Element einzubeziehen\, reduzieren Sie eigene Überforderung und erschließen neue Handlungspotenziale. Sie entwickeln eine Praxis\, die theoretisch fundiert\, technisch präzise und zugleich offen für die Lebendigkeit und Komplexität des therapeutischen Geschehens ist. \nSie verlassen diesen Kurs mit einem erweiterten Verständnis für Therapieprozesse\, konkreten psychodynamischen Werkzeugen für Ihre VT-Praxis und einer therapeutischen Haltung\, die Tiefe und Struktur produktiv verbindet.
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SUMMARY:Wenn ich mir vorstelle\, wie es gewesen ist und was ich hätte brauchen können - Imaginative Techniken in der Schematherapie
DESCRIPTION:„Das Paradox besteht darin\, dass wir uns umso eher ändern können\, wenn wir uns so annehmen wie wir sind“\nChronische Selbstabwertung\, repetitive Beziehungsmuster\, emotionale Überflutung oder rigide Vermeidung – diese klinischen Phänomene begegnen Ihnen häufig in der Behandlung von Patient:innen mit Persönlichkeitsstörungen\, chronischen Depressionen oder komplexen Traumafolgestörungen. Epidemiologische Studien zeigen\, dass etwa 10-15% der Bevölkerung von Persönlichkeitsstörungen betroffen sind\, bei chronisch depressiven Patient:innen liegt die Rate noch höher. Diese Patient:innen haben oft lange Therapiegeschichten hinter sich\, multiple Behandlungsversuche ohne durchgreifenden Erfolg\, und zeigen Verhaltensmuster\, die sich kognitiven Interventionen hartnäckig widersetzen. \nSie kennen das aus Ihrer Praxis: Rational verstehen diese Patient:innen oft sehr genau\, welche Denkmuster dysfunktional sind und welche Verhaltensweisen ihnen schaden. Dennoch gelingt die Veränderung nicht\, weil das emotionale Erleben unberührt bleibt. Die Wurzeln dieser Muster liegen häufig in frühen Beziehungserfahrungen und unerfüllten emotionalen Grundbedürfnissen. Hier setzt die Schematherapie an: Sie verbindet kognitiv-verhaltenstherapeutische Strategien mit emotionsfokussierten\, imaginativen und beziehungsorientierten Elementen und ermöglicht so den Zugang zu tief verankerten emotionalen Strukturen. \nDieser Kurs vermittelt Ihnen das schematherapeutische Störungsmodell und vor allem konkrete imaginative Techniken\, mit denen Sie eine affektive Brücke zwischen gegenwärtigen Problemen und biografischen Ursprüngen schaffen. Sie lernen\, wie Veränderung gelingt\, wenn Patient:innen die Not verstehen\, unter der ihre Bewältigungsmuster entstanden sind\, und spüren\, was sie als Kinder gebraucht hätten. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDie Fortbildung basiert auf den Grundlagen der Schematherapie nach Jeffrey Young und Arnoud Arntz sowie aktuellen Weiterentwicklungen im deutschsprachigen Raum. Die Wirksamkeit der Schematherapie ist für verschiedene Störungsbilder gut belegt: Kontrollierte Studien zeigen deutliche Verbesserungen bei Borderline-Persönlichkeitsstörung\, anderen Persönlichkeitsstörungen und chronischen Depressionen. Besonders die imaginativen Techniken haben sich als wirksame Interventionen erwiesen\, um emotionale Schemata zu verändern und korrigierende emotionale Erfahrungen zu ermöglichen. \nIm Zentrum des Kurses stehen imaginative Verfahren\, insbesondere das Imagery Rescripting. Diese Techniken ermöglichen es\, belastende Kindheitserfahrungen emotional zu reaktivieren und gleichzeitig heilsame Gegenerfahrungen zu schaffen. Die Arbeit erfolgt nicht primär kognitiv\, sondern auf der affektiven Ebene – dort\, wo die Schemata verankert sind. Sie lernen\, Patient:innen durch imaginative Prozesse zu begleiten\, die affektive Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen und fürsorgliche innere Anteile zu stärken. \nDer Kurs vermittelt zunächst das schematherapeutische Störungsmodell: Schemata als überdauernde Muster\, Modi als momentane emotionale Zustände\, maladaptive Bewältigungsstrategien und unerfüllte Grundbedürfnisse. Darauf aufbauend erarbeiten Sie systematisch imaginative Interventionen – von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur Integration ins ambulante Setting. Die Vermittlung erfolgt praxisorientiert: Demonstrationen\, eigenes Erleben in Kleingruppen\, Reflexion von Fallbeispielen und direkte Übertragung auf Ihre Patient:innen. \nEin wesentliches Element ist die therapeutische Haltung: limitiertes elterliches Reparenting\, empathische Konfrontation und die Balance zwischen Akzeptanz und Veränderung. Diese Haltung ermöglicht es\, auch mit schwierigen emotionalen Zuständen therapeutisch produktiv zu arbeiten und die therapeutische Beziehung als korrigierende emotionale Erfahrung zu nutzen. \nKonkret werden behandelt:\n\nSchematherapeutisches Störungsmodell\nFrühe maladaptive Schemata\, Modi-Modell\, Bewältigungsstrategien (Vermeidung\, Kompensation\, Erdulden)\, unerfüllte emotionale Grundbedürfnisse; praktische Diagnostik und Fallkonzeptualisierung im ambulanten Setting.\nImagery Rescripting als zentrale imaginative Technik\nVorbereitung\, Durchführung und Nachbereitung von Rescripting-Prozessen; emotionale Aktivierung der Kindheits-Szene\, Intervention des gesunden Erwachsenen\, Integration korrigierender Erfahrungen; konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen.\nArbeit mit verschiedenen Modi\nIdentifikation und Aktivierung von Modi (Kindmodi\, dysfunktionale Elternmodi\, Bewältigungsmodi\, gesunder Erwachsener); imaginative Dialoge zwischen Modi\, Stärkung des gesunden Erwachsenen durch imaginative Übungen.\nSafe Place und weitere stabilisierende Imaginationen\nAufbau innerer sicherer Orte\, Ressourcenbilder\, positive Imagination als Gegengewicht zu belastenden Prozessen; ambulant umsetzbare Stabilisierungstechniken.\nTherapeutische Beziehungsgestaltung und limitiertes elterliches Reparenting\nDie therapeutische Beziehung als korrigierende emotionale Erfahrung\, empathische Konfrontation\, Grenzsetzung und Fürsorge; praktischer Umgang mit emotionalen Krisen und Therapiekrisen.\nIntegration imaginativer Techniken in den Behandlungsprozess\nIndikationsstellung für imaginative Arbeit\, Timing im Therapieverlauf\, Kombination mit anderen verhaltenstherapeutischen Elementen; praktische Umsetzung in 50-Minuten-Sitzungen.\nSelbsterfahrung und eigene Schemata\nReflexion eigener früher Prägungen\, Arbeit mit eigenen Modi\, Bedeutung für die therapeutische Arbeit; förderliche und hinderliche Gegenübertragungsreaktionen im Umgang mit schwierigen Patient:innen.\n\nWarum dieser Kurs?\nPatient:innen mit Persönlichkeitsstörungen\, chronischen Depressionen und komplexen Traumafolgestörungen gehören zu den am schwersten zu behandelnden Gruppen in der ambulanten Psychotherapie. Kognitiv-verhaltenstherapeutische Standardinterventionen greifen häufig nicht ausreichend\, weil die zugrunde liegenden emotionalen Schemata unverändert bleiben. Die Schematherapie hat sich als wirksame Erweiterung etabliert: Kontrollierte Studien belegen deutliche Verbesserungen in Symptomatik\, Lebensqualität und Funktionsniveau\, auch bei langjährig chronifizierten Verläufen. \nImaginative Techniken sind das Herzstück der schematherapeutischen Arbeit. Sie ermöglichen emotionale Veränderung dort\, wo kognitive Interventionen an Grenzen stoßen. Durch die Verbindung von Vergegenwärtigung biografischer Ursprünge und korrigierender emotionaler Erfahrung werden tief verankerte Muster zugänglich und veränderbar. Forschungsbefunde zeigen\, dass insbesondere das Imagery Rescripting zu nachhaltigen Verbesserungen führt – nicht nur bei Traumafolgestörungen\, sondern auch bei Persönlichkeitsstörungen und chronischen Depressionen. \nDie Arbeit mit imaginativen Techniken setzt eine besondere therapeutische Haltung voraus: Akzeptanz dessen\, was ist\, verbunden mit der Perspektive auf Veränderung. Das eingangs zitierte Paradox – „wir können uns umso eher ändern\, wenn wir uns so annehmen wie wir sind“ – beschreibt präzise den therapeutischen Prozess: Patient:innen lernen\, ihre Bewältigungsmuster nicht als Versagen\, sondern als einst sinnvolle Überlebensstrategien zu verstehen. Diese Selbstakzeptanz ermöglicht erst die emotionale Öffnung\, die für Veränderung notwendig ist. \nDer Kurs vermittelt Ihnen nicht nur Techniken\, sondern ein integriertes Verständnis für emotionale Veränderungsprozesse. Sie erwerben konkrete Interventionskompetenzen für schwierige Patient:innengruppen\, erweitern Ihren therapeutischen Handlungsspielraum und entwickeln eine Haltung\, die emotionale Tiefe mit strukturierter Vorgehensweise verbindet. Die imaginativen Techniken sind ambulant umsetzbar\, erfordern keine spezielle Ausstattung und lassen sich flexibel in bestehende Behandlungskonzepte integrieren. \nSie verlassen diesen Kurs mit fundiertem Wissen über das schematherapeutische Modell\, praktischen Fertigkeiten in imaginativen Techniken und der therapeutischen Kompetenz\, auch hartnäckige emotionale Muster wirksam zu behandeln.
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SUMMARY:Wenn Gedanken erschrecken – Therapeutische Strategien im Umgang mit aggressiven und sexuellen Zwangsgedanken
DESCRIPTION:Zwischen moralischer Bedrohung\, zwanghaftem Zweifel und\ntherapeutischer Klarheit\nAggressive und sexuelle Zwangsgedanken gehören zu den belastendsten Ausprägungen der Zwangsstörung. Sie konfrontieren Betroffene mit Vorstellungen\, die ihren zentralen moralischen Überzeugungen diametral widersprechen und deshalb als existenzielle Bedrohung des eigenen Selbst erlebt werden. Allein das Auftreten dieser Gedanken wird häufig als Beweis für eine vermeintliche Devianz interpretiert – mit intensiver Scham\, Angst und einem durchdringenden Zweifel an der eigenen Persönlichkeit. Diese Dynamik verunsichert nicht selten auch Therapeut:innen und macht die Behandlung besonders anspruchsvoll. \nGleichzeitig hat die zunehmende Verfügbarkeit von Informationen dazu geführt\, dass Betroffene diese Gedanken häufiger als Symptom einer Zwangsstörung erkennen und gezielt Behandlung suchen. Therapeutisch entscheidend ist jedoch ein präzises Verständnis der spezifischen Aufrechterhaltungsmechanismen: mentaler Neutralisationen\, zwanghafter Zweifel und der Bedrohung des Selbst. Der Kurs zeigt\, warum beruhigende Rückversicherungen hier kontraproduktiv sind – und wie therapeutische Klarheit statt Kollusion wirksam wird. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDer Workshop vermittelt ein differenziertes\, leitlinienorientiertes Vorgehen bei aggressiven und sexuellen Zwangsgedanken. Neben der sicheren differentialdiagnostischen Einordnung wird die spezifische Dynamik dieser Zwangsform herausgearbeitet\, einschließlich typischer Kommunikationsfallstricke im therapeutischen Gespräch. Vorgestellt werden kognitive und metakognitive Methoden zur Erklärung und Distanzierung vom Zwangsgeschehen\, mit besonderem Fokus auf den inferenzbasierten Ansatz\, der 2022 in die Empfehlungen der S3-Leitlinie aufgenommen wurde. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung\, dem Aufbau und der Durchführung von Expositionen in sensu\, die anhand authentischer Fallbeispiele erläutert und praktisch eingeübt werden. \nKonkret werden behandelt:\n\nDifferentialdiagnostik und Einordnung\nAbgrenzung zu Impulskontrollstörungen\, Paraphilien und realer Gefährdung.\nDynamik aggressiver und sexueller Zwangsgedanken\nZwanghafter Zweifel\, mentale Neutralisationen und moralische Selbstbedrohung.\nGesprächsführung und therapeutische Haltung\nSensibilität\, Klarheit und Vermeidung unbeabsichtigter Rückversicherung.\nKognitive und metakognitive Interventionen\nErklärung und Distanzierung vom Zwangsgeschehen.\nDer inferenzbasierte Ansatz\nArbeit am zwanghaften Zweifel und an der Bedrohung des Selbst.\nExposition in sensu\nAufbau\, Durchführung und Kombination mit In-vivo-Expositionen.\n\nWarum dieser Kurs?\nAggressive und sexuelle Zwangsgedanken sind gut behandelbar – werden aber aus Unsicherheit oder Berührungsängsten häufig nicht konsequent angegangen. Fehlannahmen\, vorschnelle Beruhigung oder unklare Abgrenzungen können die Störung ungewollt stabilisieren. Gleichzeitig zeigt die klinische Erfahrung\, dass strukturierte Expositionsverfahren und moderne kognitive Ansätze hochwirksam sind. \nDer Kurs baut therapeutische Unsicherheit gezielt ab und vermittelt ein klares\, evidenzbasiertes Vorgehen für eine besonders sensible Zwangsunterform. Er richtet sich an Therapeut:innen\, die nicht ausweichen\, sondern sicher und wirksam arbeiten wollen – auf der Grundlage aktueller Leitlinien.
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SUMMARY:Das Immunsystem der Seele – Resilienztraining zwischen Coach und Couch
DESCRIPTION:Resilienz verstehen\, messen und gezielt fördern\n13\,9 % der Frauen und 8\,2 % der Männer in Deutschland berichten eine starke chronische Stressbelastung (Hapke et al.\, 2013). Aktuelle Erhebungen zeigen\, dass 80 % der Bundesbürger in den vergangenen Monaten unter Stress litten\, wobei Stress die am häufigsten genannte psychische Belastung darstellt\, gefolgt von depressiven Verstimmungen und Angstsymptomen (Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit\, 2024). Sie kennen das aus Ihrer Praxis: Patienten\, die trotz vergleichbarer Belastungen völlig unterschiedlich reagieren. Patienten\, die nach schweren Traumata überraschend schnell wieder funktionieren. Patienten\, die bei scheinbar geringen Stressoren dekompensieren\, während andere unter extremen Bedingungen resilient bleiben. \nDie zentrale Frage lautet: Was unterscheidet Menschen\, die unter widrigen Umständen psychisch gesund bleiben\, von jenen\, die erkranken? Und vor allem: Lässt sich diese Widerstandsfähigkeit trainieren? Die Resilienzforschung hat in den vergangenen Jahren einen paradigmatischen Wandel vollzogen – von der Vorstellung einer stabilen Persönlichkeitseigenschaft hin zum Verständnis von Resilienz als dynamischem Anpassungsprozess. Dieser Kurs vermittelt Ihnen ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis moderner Resilienzkonzepte und zeigt auf\, wie Sie Resilienz bei Ihren Patienten systematisch erfassen und fördern können. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nSie lernen zunächst die wissenschaftliche Entwicklung des Resilienzbegriffs kennen – von den Pionierstudien Emmy Werners auf Kauaʻi bis zu aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen. Resilienz wird dabei nicht mehr als statisches Merkmal verstanden\, sondern als Ergebnis eines dynamischen Anpassungsprozesses: der Erhalt oder die rasche Wiederherstellung psychischer Gesundheit trotz Widrigkeiten. Ein zentraler Punkt: Resilienz kann nur dann beurteilt werden\, wenn das Ausmaß der Stressoren bekannt ist\, denen eine Person ausgesetzt ist. Diese kontextabhängige Perspektive hat weitreichende Implikationen für Diagnostik und Intervention. \nDie wissenschaftliche Evidenz zu Resilienztrainings ist differenziert zu betrachten. Eine Metaanalyse mit 11 randomisiert-kontrollierten Studien zeigt einen moderaten positiven Effekt von Resilienzinterventionen (d=0\,44)\, wobei sowohl kognitiv-behaviorale als auch achtsamkeitsbasierte und gemischte Interventionen wirksam sind (Joyce et al.\, 2018). Ein systematisches Review von 14 Studien zu arbeitsplatzbezogenen Resilienztrainings belegt\, dass Resilienztraining die persönliche Resilienz verbessern und mentale Gesundheit sowie subjektives Wohlbefinden bei Mitarbeitenden fördern kann – mit besonders großen Effekten für psychische Gesundheit und Wohlbefinden (Robertson et al.\, 2015). Eine weitere Metaanalyse von 37 Studien mit 16.348 Teilnehmenden zeigt Gesamteffekte von d=0\,21\, wobei die größten Wirkungen auf kurzfristige Arbeitsleistung und Wohlbefinden zu verzeichnen sind und langfristig kleine\, aber signifikante Effekte auf die Reduktion psychischer Beschwerden bestehen (Vanhove et al.\, 2016). Der Kurs vermittelt Ihnen die psychosozialen Resilienzfaktoren\, die in wissenschaftlich fundierten Programmen gezielt angesprochen werden\, und zeigt auf\, wie Sie diese in Ihre therapeutische Arbeit integrieren können. \nKonkret werden behandelt:\n\nGeschichte und moderne Konzepte der Resilienz: Von den klassischen Langzeitstudien (Werner\, Garmezy\, Rutter) bis zu aktuellen Definitionen von Resilienz als Prozess\, Kapazität und Outcome\, paradigmatische Entwicklung des Resilienzbegriffs und Implikationen für die Praxis\nOperationalisierung und Messung: Diagnostische Erfassung von Resilienz unter Berücksichtigung der Stressorexposition\, Erstellung von Resilienzprofilen als Grundlage für individualisierte Interventionen\, Unterscheidung zwischen stabilen Persönlichkeitsmerkmalen und trainierbaren Faktoren\nPsychosoziale Resilienzfaktoren: Evidenzbasierte Schutzfaktoren auf individueller Ebene (Problemlösekompetenz\, Selbstwirksamkeit\, Optimismus\, kognitive Flexibilität)\, auf sozialer Ebene (soziale Unterstützung\, Beziehungsgestaltung) und auf gesellschaftlicher Ebene (strukturelle Rahmenbedingungen)\nModerne Resilienztrainingsprogramme: Überblick über wissenschaftlich evaluierte Programme mit Wirksamkeitsnachweisen aus RCTs und systematischen Reviews\, kritische Bewertung von Trainingsansätzen hinsichtlich theoretischer Fundierung und empirischer Belege\, Gestaltungsmerkmale effektiver Interventionen (Dauer\, Setting\, Zielgruppe)\nNeurowissenschaftliche Grundlagen: Resilienzmechanismen des Gehirns und ihre Modulation durch Interventionen\, Zusammenhang zwischen Hirngesundheit\, körperlicher Gesundheit und psychischer Widerstandsfähigkeit\, aktuelle Forschungsergebnisse aus der Neurobiologie der Stressverarbeitung\nPlanung und Durchführung von Interventionen: Systematische Entwicklung resilienzfördernder Maßnahmen auf Basis des individuellen Resilienzprofils\, Integration in bestehende Behandlungskonzepte\, Anpassung an verschiedene Zielgruppen (klinische vs. präventive Settings\, Einzeln vs. Gruppe)\nTransdiagnostische Perspektive: Resilienz nicht als störungsspezifische Intervention\, sondern als übergeordneter Mechanismus psychischer Gesundheit\, Anwendung bei verschiedenen Störungsbildern und in der Prävention\, Abgrenzung zu und Kombination mit störungsspezifischen Therapieverfahren\n\nWarum dieser Kurs?\nMenschen mit starker chronischer Stressbelastung zeigen deutlich häufiger depressive Symptomatik\, Burnout-Syndrom oder Schlafstörungen (Hapke et al.\, 2013). Die gesellschaftliche Relevanz ist evident: Multiple Krisen – von der COVID-19-Pandemie über den Klimawandel bis zu geopolitischen Konflikten – stellen erhöhte Anforderungen an die psychische Widerstandsfähigkeit. Besonders betroffen sind Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status (17\,3 % starke Stressbelastung) und Personen mit geringer sozialer Unterstützung (26\,2 %). Resilienzförderung ist damit nicht nur ein individuelles\, sondern auch ein Public-Health-Thema. \nDie besondere Stärke des Resilienzansatzes liegt in seiner transdiagnostischen Ausrichtung: Statt der Prävention spezifischer psychischer Erkrankungen fokussiert er übergeordnete Mechanismen psychischer Gesundheit. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt\, dass Resilienztrainings wirksam sind – besonders wenn sie kognitiv-behaviorale und achtsamkeitsbasierte Techniken kombinieren. Allerdings ist die Qualität der Programme heterogen: Viele Angebote basieren nicht auf wissenschaftlichen Resilienzkonzepten und verzichten auf Erfolgskontrollen. Sie lernen in diesem Kurs\, wie Sie evidenzbasierte von weniger geeigneten Ansätzen unterscheiden und welche Faktoren die Wirksamkeit beeinflussen. \nSie erhalten nicht nur theoretisches Wissen über ein „Modethema“\, sondern ein differenziertes Verständnis dafür\, was Resilienz wissenschaftlich tatsächlich bedeutet\, wie Sie sie erfassen und wie Sie evidenzbasierte Interventionen professionell einsetzen. Der Kurs vermittelt Ihnen die Kompetenz\, Resilienzförderung in Ihre therapeutische Arbeit zu integrieren. Sie lernen einen Ansatz kennen\, der nicht nur Symptome reduziert\, sondern Ihre Patienten befähigt\, zukünftige Belastungen besser zu bewältigen.
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SUMMARY:Couch-Potato adé: Die unterschätzte Kraft der Verhaltensaktivierung
DESCRIPTION:Von Grübelschleifen zu Handlungsfähigkeit und gelebten Werten\nViele psychotherapeutische Prozesse geraten ins Stocken\, wenn Patient:innen zwar verstehen\, was ihnen guttut\, aber nicht ins Handeln kommen. Grübeln\, Antriebslosigkeit und eingeschränktes Genussvermögen unterlaufen kognitive Interventionen und halten eine „Psyche in der Tretmühle“ aufrecht. Verhaltensaktivierung setzt genau hier an: nicht als triviale Beschäftigungstherapie\, sondern als präzises\, wirkungsvolles Verfahren zur Wiederherstellung von Selbstwirksamkeit\, Motivation und emotionaler Resonanz. In der klinischen Praxis zeigt sich immer wieder\, dass Veränderung häufig nicht durch Einsicht\, sondern durch gezieltes Tun entsteht.\nDer Kurs rückt Verhaltensaktivierung in den Mittelpunkt moderner Verhaltenstherapie und zeigt\, warum sie gerade bei depressiver Symptomatik\, Grübelneigung und chronischer Vermeidung ein zentraler Wirkfaktor ist. Ihre heutigen Anwendungsformen verbinden klare Prinzipien mit kreativer\, hoch individualisierter Umsetzung – und erzielen damit bemerkenswert stabile Effekte. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDer Workshop vermittelt Verhaltensaktivierung als strukturierten\, zugleich flexiblen Therapieansatz. Anhand von Videodemonstrationen\, Fallvignetten und Rollenspielen wird gezeigt\, wie Aktivitätenmonitoring und -planung motivierend eingesetzt werden können und wie subtile Vermeidungsstrategien erkannt und überwunden werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Training des Belohnungserlebens: dem bewussten Wahrnehmen\, Nachklingenlassen und Antizipieren positiver Alltagserfahrungen. Ergänzend werden typische Fehlerquellen und therapeutische Fallen diskutiert\, die den Erfolg der Methode unterlaufen können. Theorie und praktische Anwendung sind dabei eng verzahnt. \nKonkret werden behandelt:\n\nVerhaltensaktivierung als Wirkprinzip\nWarum Handeln Emotionen verändert – und nicht umgekehrt.\nAktivitätenmonitoring und -planung\nMotivierender Einsatz statt mechanischer To-do-Listen.\nUmgang mit Vermeidung\nErkennen subtiler Rückzugs- und Ausweichstrategien.\nWerte- und Zielorientierung\nAktivitäten als Ausdruck persönlicher Bedeutung.\nTraining des Belohnungserlebens\nAufbau von Genussfähigkeit und positiver Erwartung.\nTypische Fehler und Fallen\nTherapeutische Stolpersteine und konstruktive Alternativen.\n\nWarum dieser Kurs?\nVerhaltensaktivierung gehört zu den wirksamsten\, zugleich aber oft unterschätzten Methoden der Verhaltenstherapie. In einer Versorgungspraxis\, in der Grübeln\, Erschöpfung und Antriebsmangel zunehmen\, gewinnt sie besondere Relevanz. Ohne gezielte Aktivierung bleiben viele Therapien kognitiv korrekt\, aber emotional wirkungslos.\nDer Kurs bietet eine fundierte\, praxisnahe Einführung in einen Ansatz\, der einfach erscheint\, aber hohe therapeutische Präzision erfordert. Er richtet sich an Therapeut:innen\, die Patient:innen nicht länger erklären wollen\, was sie tun sollten\, sondern sie wirksam dabei unterstützen möchten\, es auch zu tun.
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SUMMARY:Wenn Veränderung Widerstand braucht - Einsatz paradoxer Interventionen\, Humor und provokativer Strategien in der Therapie
DESCRIPTION:Therapeutische Wirksamkeit jenseits von Einsicht und Kooperation\nTherapeutische Veränderung verläuft selten geradlinig. In vielen Behandlungsverläufen zeigt sich\, dass Einsicht vorhanden ist\, Motivation verbal bekundet wird – und dennoch nichts in Bewegung kommt. Widerstand\, Ambivalenz und verdeckte Loyalitäten stabilisieren den Status quo und entziehen sich klassischen interventionslogischen Zugängen. In solchen Situationen kann therapeutische Ernsthaftigkeit paradoxerweise zur Blockade werden. Humorvolle Provokation und paradoxe Interventionen setzen genau hier an: Sie unterlaufen gewohnte Muster\, verschieben Perspektiven und ermöglichen Veränderung dort\, wo rationale Argumente längst wirkungslos geworden sind.\nDer Kurs macht deutlich\, dass provokative Interventionen kein Stilmittel für Grenzüberschreitungen sind\, sondern hochpräzise therapeutische Werkzeuge mit klarer Indikation. Richtig eingesetzt stärken sie Autonomie\, Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme. Falsch eingesetzt gefährden sie dagegen Vertrauen und therapeutische Allianz. Entscheidend ist daher weniger die Technik als die Haltung\, aus der heraus sie angewendet wird. Der Kurs zeigt\, wie Humor\, Paradoxie und wohlplatzte Provokation in eine professionelle\, respektvolle und sichere therapeutische Beziehung eingebettet werden können. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet\nDer Workshop vermittelt ein fundiertes Verständnis paradoxer und provokativer Interventionen als Bestandteil moderner\, integrativer Psychotherapie. In Live-Demonstrationen werden unterschiedliche Formen humorvoll-provokativer Strategien erfahrbar gemacht und in ihrer Wirkung nachvollzogen. Die Teilnehmer:innen lernen\, wie solche Interventionen zur eigenen therapeutischen Persönlichkeit passen müssen\, um wirksam und glaubwürdig zu sein. Neben der praktischen Anwendung steht die Reflexion im Mittelpunkt: Warum Provokation Veränderung ermöglichen kann\, welche psychologischen Wirkmechanismen dabei greifen und wo klare Grenzen verlaufen. Der Kurs verbindet theoriegeleitete Einordnung mit intensiver Selbsterfahrung und sicherer Anwendung im therapeutischen Alltag. \nKonkret werden behandelt:\n\nWiderstand als Veränderungskraft\nTherapeutisches Verständnis von Widerstand\, Ambivalenz und Symptomstabilisierung.\nParadoxe Interventionen in der Praxis\nLogik\, Indikationen und typische Einsatzfelder paradoxer Strategien.\nHumor als therapeutisches Medium\nUnterschied zwischen entwertendem Humor und therapeutisch wirksamer Leichtigkeit.\nProvokation und therapeutische Haltung\nPassung zur eigenen Persönlichkeit\, Beziehungssicherung und ethische Verantwortung.\nLive-Demonstrationen und Übungssequenzen\nErleben\, Variieren und Absichern provokativer Interventionen.\nKontraindikationen und Risiken\nSituationen\, in denen Provokation schadet und wie therapeutisch sicher damit umzugehen ist.\n\nWarum dieser Kurs?\nViele Therapien scheitern nicht an mangelnder Einsicht\, sondern an festgefahrenen Veränderungsmustern. Klassische Interventionen greifen hier oft zu kurz oder verstärken ungewollt den Widerstand. Paradoxe und provokative Strategien bieten eine wirksame Ergänzung – vorausgesetzt\, sie werden professionell\, reflektiert und verantwortungsvoll eingesetzt.\nDer Kurs erweitert das therapeutische Repertoire um wirkungsvolle Werkzeuge für genau diese schwierigen Momente. Er schärft die therapeutische Haltung\, erhöht die Flexibilität im Vorgehen und ermöglicht Veränderung dort\, wo sie bisher blockiert war – nicht trotz\, sondern gerade wegen des Widerstands.
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SUMMARY:Risiken und Nebenwirkungen – oder: Wie gefährlich ist Psychotherapie?
DESCRIPTION:Zwischen Wirksamkeit\, Verantwortung und therapeutischer Selbstkritik\nPsychotherapie gilt weithin als wirksam und sicher – lange Zeit sogar als nahezu frei von Nebenwirkungen. Diese Annahme geht historisch auf frühe psychodynamische Konzepte zurück und hält sich bis heute hartnäckig im professionellen Selbstverständnis vieler Therapeut:innen. Die neuere Forschung zeichnet jedoch ein differenzierteres Bild: Psychotherapie kann unerwünschte Wirkungen haben\, die klinisch relevant\, belastend und mitunter überdauernd sind. Dazu zählen nicht nur emotionale Belastungen im Therapieverlauf\, sondern auch Veränderungen in Beziehungen\, Selbstbild oder Lebensführung\, die von Patient:innen als schädlich erlebt werden.\nBesonders anspruchsvoll ist dabei die Abgrenzung: Was ist Nebenwirkung\, was Therapieversagen\, was intendierte Hauptwirkung – und was Folge eines Behandlungsfehlers? Die Psychotherapie steht hier vor spezifischen methodischen und konzeptionellen Herausforderungen\, etwa durch fehlende standardisierte Erfassungsinstrumente oder einen systematischen Wahrnehmungsbias auf Seiten der Behandelnden. Der Kurs rückt diese blinden Flecken in den Fokus und macht deutlich\, dass therapeutische Professionalität auch die Fähigkeit zur kritischen Selbstbeobachtung einschließt. \nWas Sie in diesem Kurs erwartet:\nDas Seminar vermittelt ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis von Nebenwirkungen in der Psychotherapie und ordnet sie klar von anderen negativen Therapieereignissen ab. Auf der Basis etablierter Definitionskriterien wird nachvollziehbar\, wann von Nebenwirkungen gesprochen werden kann und welche Formen sie annehmen. Die Teilnehmer:innen lernen typische allgemeine Nebenwirkungen kennen\, die nahezu jede Therapie begleiten\, ebenso wie methodenspezifische Risiken einzelner Interventionen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem praktischen Umgang: Wie können Nebenwirkungen früh erkannt\, systematisch erfasst und therapeutisch verantwortungsvoll bearbeitet werden? Dabei wird deutlich\, warum Nebenwirkungsmonitoring kein Zusatz\, sondern integraler Bestandteil guter psychotherapeutischer Praxis ist. \nKonkret werden behandelt:\n\nBegriffsklärung und Definitionen\nAbgrenzung von Nebenwirkungen\, Hauptwirkungen\, Therapieversagen und Kunstfehlerfolgen.\nTypische Nebenwirkungen psychotherapeutischer Behandlung\nEmotionale Belastung\, Beziehungsfolgen und Veränderungen der Lebensführung.\nMethodenspezifische Risiken\nBeispiele wie Angstverstärkung durch Exposition\, inadäquate Problemlösungen oder Erinnerungsverzerrungen.\nErfassungsprobleme und Wahrnehmungsbias\nWarum Nebenwirkungen häufig übersehen oder unterschätzt werden.\nNebenwirkungsmonitoring im Therapieverlauf\nSystematische Beobachtung\, Gesprächsführung und Dokumentation.\nImplikationen für Ausbildung und Supervision\nNebenwirkungen als regelmäßiger Fokus professioneller Reflexion.\n\nWarum dieser Kurs?\nNebenwirkungen sind kein Randphänomen\, sondern ein häufiger Bestandteil psychotherapeutischer Prozesse. Sie zu ignorieren oder zu bagatellisieren gefährdet nicht nur Patient:innen\, sondern auch die therapeutische Beziehung und die Glaubwürdigkeit des Fachs. Gleichzeitig ermöglicht ein reflektierter Umgang mit Risiken eine vertiefte therapeutische Kompetenz und höhere Behandlungsqualität.\nDer Kurs stärkt die Fähigkeit\, Psychotherapie realistisch\, verantwortungsvoll und wissenschaftlich fundiert zu betrachten. Er richtet sich an Therapeut:innen\, die Wirksamkeit nicht von Nebenwirkungen trennen\, sondern beides zusammendenken – im Sinne einer professionellen\, aufgeklärten und ethisch reflektierten psychotherapeutischen Praxis.
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SUMMARY:Man muss ja nicht zwischen den Stühlen sitzen - Stühlearbeit in der Schematherapie
DESCRIPTION:Erfahren Sie\, wie Sie die Kraft der Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen gezielt in Ihre therapeutische Praxis integrieren können! In diesem intensiven und praxisorientierten Kurs werden „handwerkliche“ Strategien aus der Schematherapie vorgestellt und eingeübt\, um destruktive innere Dialoge aufzulösen. Häufig gefangen in selbstschädigenden inneren Gesprächen\, lernen die Patienten ihre inneren Anteile auf Stühlen im Therapieraum darzustellen und deren biografische Ursprünge zu erkunden.\nDurch emotionale Aktivierung werden versteckte Überzeugungen und infantile Schutzstrategien sichtbar gemacht\, um eine gesunde Neustrukturierung des inneren Dialogs zu ermöglichen. Der Kurs vermittelt nicht nur theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsergebnisse\, sondern legt besonderen Wert auf die praktische Anwendung und das gezielte Einüben fürsorglicher und kraftvoller Interventionen gegen destruktive Selbstgespräche.\nBringen Sie gerne eigene Fälle mit und erweitern Sie Ihre therapeutischen Fähigkeiten mit dieser transformativen Technik\, die nachhaltige Veränderungen im Selbstbild und in der inneren Dialogführung Ihrer Patienten fördern kann.
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SUMMARY:Mut statt Muffensausen: Therapieansätze bei Prüfungsangst und Leistungsdruck
DESCRIPTION:Prüfungsangst\, Prokrastination und Leistungsdruck sind häufige Herausforderungen für Schüler\, Studierende und Auszubildende. Aber auch in anderen Prüfungssituationen wie Fahrprüfungen\, Bewerbungsgesprächen oder Assessments empfinden viele Menschen diese Hürden als unüberwindbar. Für Therapeuten bedeutet dies oft\, kurzfristig und effizient zu handeln\, da die nächste Prüfung meist schon bevorsteht. Die Anliegen sind häufig komplex und umfassen ein Geflecht von Themen\, die sich gegenseitig beeinflussen und bedingen. \nIn diesem Kurs lernen Sie das mehrdimensionale Konzept der Fortbildung PAC® (Prüfungs- und Auftrittscoaching) kennen\, das einen ganzheitlichen Ansatz für den Umgang mit Prüfungsangst und Prokrastination bietet. Die Arbeit im PAC®-Ansatz vereint verschiedene therapeutische Rollen: reflexionsfördernder Gesprächspartner\, Vermittler von (Lern-)Techniken und Motivationscoach. \nIm Kurs werden konkrete „hands-on“-Techniken vorgestellt und erprobt\, darunter:\nPower-Talk und mentale Strategien zur Stärkung der Selbstmotivation\nEffektive Lerntechniken und Zeitplanungsmethoden\nMethoden zur Reflexion hemmender Glaubenssätze und familiärer Loyalitäten \nDieser Kurs vermittelt Ihnen praxisorientierte Werkzeuge\, um Ihre Patienten effektiv und lösungsorientiert auf Prüfungen und herausfordernde Auftritte vorzubereiten.
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SUMMARY:Psychoonkologie – Wie kann Unterstützung gelingen?
DESCRIPTION:In Deutschland erkranken jährlich etwa eine halbe Million Menschen neu an Krebs\, wobei mehr als jeder Fünfte die Diagnose vor dem 70. Lebensjahr erhält. Neben den physischen Auswirkungen bringt eine Krebserkrankung erhebliche psychosoziale Belastungen mit sich: Rund 30% der Betroffenen entwickeln im Krankheitsverlauf eine psychische Störung\, und über 50% erleben eine bedeutsame psychische Belastung. Trotz zunehmender Erkenntnisse über die Bedeutung psychosozialer Faktoren bleibt die psychosoziale Versorgung – besonders im ambulanten Bereich – unzureichend. Auch Angehörige sind oft erheblich von den psychosozialen Folgen betroffen und benötigen Unterstützung. \nDieser Kurs vermittelt die Grundlagen der Psychoonkologie und richtet sich nach der S3-Leitlinie Psychoonkologie\, die betont\, dass Krebspatient\nund ihre Angehörigen Zugang zu spezifischen psychoonkologischen Angeboten während und nach der medizinischen Behandlung erhalten sollten. \nSchwerpunkte des Kurses umfassen:\nEinführung in die Grundlagen der Psychoonkologie\nThematische und selbsterfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit extremen Belastungssituationen\nVorstellung und praktische Einübung spezifischer psychoonkologischer Interventionsmethoden\, die im stationären wie auch im ambulanten Kontext angewendet werden können \nDieser Kurs bietet praxisnahe Methoden und hilfreiche Strategien zur Unterstützung von Krebspatienten und deren Angehörigen\, um psychische Belastungen und Störungen im Krankheitsverlauf wirksam zu bewältigen.
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SUMMARY:Traumdeutung - Verblüffende Problemlösungen durch die Arbeit mit Träumen in der Verhaltenstherapie
DESCRIPTION:Träume reflektieren auf kreative Weise die Themen\, die Menschen im Wachleben beschäftigen. Sie bieten wertvolle Einblicke in das Innenleben von Patienten und können eine Quelle für Veränderung sein. Studien zeigen\, dass viele Patienten gelegentlich Träume in die Therapie einbringen. Neben tiefenpsychologischen Methoden gibt es einfache Ansätze\, um Träume direkt mit dem Wachleben zu verbinden und therapeutisch zu nutzen. \nEin besonderer Fokus dieses Kurses liegt auf der Arbeit mit Alpträumen. Häufige Alpträume\, die das tägliche Wohlbefinden beeinträchtigen\, betreffen etwa 5% der Allgemeinbevölkerung und bis zu 30% der Menschen mit psychischen Störungen. Besonders bei der Posttraumatischen Belastungsstörung kämpfen ca. 60-70% der Patienten mit belastenden Alpträumen. \nDer Kurs stellt die „Imagery Rehearsal Therapy“ (IRT) vor\, ein einfaches und effektives Verfahren zur Reduktion von Alpträumen. Dieses Verfahren basiert darauf\, die Hilflosigkeitsgefühle im Alptraum durch gezielte Vorstellungsübungen im Wachzustand zu konfrontieren und zu bewältigen. Die Strategien werden im Wachzustand eingeübt\, um eine positive Wirkung auf die Traumwelt zu erzielen. \nDieser Kurs bietet praktische Einblicke und Übungen zur Arbeit mit Träumen und Alpträumen in der Therapie und vermittelt einfache\, wirkungsvolle Techniken wie die Imagery Rehearsal Therapy\, um Patienten bei der Bewältigung belastender Träume zu unterstützen.
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