Locker bleiben in der Gefühlsachterbahn – Stressbewältigung und Emotionsregulation für Kinder und ihre Eltern

Entwicklungspsychologische Grundlagen und wirksame Interventionen für Kinder und ihr Umfeld
Stress und emotionale Überforderung sind längst keine Phänomene des Erwachsenenalters mehr. Bereits im Grundschulalter zeigen Kinder deutliche Unterschiede in ihrer Fähigkeit, Belastungen wahrzunehmen, zu regulieren und konstruktiv zu bewältigen. Diese frühen Kompetenzen wirken weit über die Kindheit hinaus und beeinflussen psychische Gesundheit, Lernverhalten und soziale Beziehungen. In der therapeutischen und präventiven Arbeit stellt sich daher nicht nur die Frage, wie Kinder selbst gestärkt werden können, sondern auch, wie ihr soziales Umfeld zur emotionalen Entwicklung beiträgt.
Der Kurs nimmt Stressbewältigung und Emotionsregulation konsequent aus entwicklungspsychologischer Perspektive in den Blick. Deutlich wird, dass kindliche Emotionsregulation kein isolierter Prozess ist, sondern in einem engen Zusammenspiel von individuellen Fähigkeiten, elterlicher Unterstützung und pädagogischem Handeln entsteht. Therapeutische und präventive Interventionen müssen diesem Zusammenspiel Rechnung tragen, um nachhaltig wirksam zu sein.
Was Sie in diesem Kurs erwartet
Die Fortbildung stellt evidenzbasierte Trainings zur Förderung von Stressbewältigungs- und Emotionsregulationskompetenzen bei Kindern im Grundschulalter praxisnah vor. Im Mittelpunkt stehen konkrete Interventionselemente, die gemeinsam erprobt und in ihrer Wirkung reflektiert werden. Ergänzend werden die theoretischen Grundlagen dieser Trainings sowie zentrale Evaluationsergebnisse eingeordnet, um Wirksamkeit und Grenzen realistisch einschätzen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Methoden zur Einbindung von Eltern, die gezielt deren Rolle in der emotionalen Entwicklung von Kindern stärken. Theorie, praktische Durchführung und Reflexion greifen dabei eng ineinander.
Konkret werden behandelt:
- Stress und Emotionsregulation im Kindesalter
Entwicklungspsychologische Grundlagen und typische Belastungsmuster im Grundschulalter. - Trainingsprogramme für Kinder
Vorstellung und praktische Erprobung zentraler Interventionselemente. - Förderung emotionaler Kompetenzen
Aufbau von Wahrnehmung, Benennung und Regulation von Emotionen. - Elternarbeit und Psychoedukation
Methoden zur Unterstützung elterlicher Kompetenz in der Emotionsbegleitung. - Evaluation und Wirksamkeit
Einordnung empirischer Befunde zu Stressbewältigungs- und Emotionsregulationstrainings. - Diagnostische Erhebungsinstrumente
Überblick über Verfahren zur Erfassung kindlicher und elterlicher Kompetenzen.
Warum dieser Kurs?
Stressbewältigung und Emotionsregulation gehören zu den zentralen Schutzfaktoren psychischer Gesundheit – und müssen früh entwickelt werden. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Interventionen dann besonders wirksam sind, wenn Kinder und ihr Umfeld gemeinsam in den Blick genommen werden. Ohne dieses Zusammenspiel bleiben Effekte oft begrenzt.
Der Kurs verbindet entwicklungspsychologische Theorie mit unmittelbar anwendbaren Interventionen und empirischer Fundierung. Er richtet sich an Fachkräfte, die Kinder nicht nur kurzfristig entlasten, sondern ihre emotionale Entwicklung nachhaltig stärken wollen – durch gezielte Arbeit mit den Kindern selbst ebenso wie durch die Einbindung der Erwachsenen, die sie im Alltag begleiten.