Lade Kurse

Die Magie der Metaphern – Sprachbilder als therapeutisches Werkzeug

Kursnummer:
26-1-030
Erster Kurstag:
calendar_month Fr 04.09.2026 schedule 14:00 - 21:30
Zweiter Kurstag:
calendar_month Sa 05.09.2026 schedule 09:00 - 16:30
Dauer:
16 UE
Fortbildungspunkte:
20 FBP
Gebühr:
49500 €

Erleben erschließen, Bedeutungen verschieben, Veränderung verankern

Psychotherapeutische Veränderung vollzieht sich nicht allein über rationale Einsicht, sondern über Bedeutungszuschreibungen, innere Bilder und erzählte Erfahrungen. Sprache ist dabei nie neutral: Sie strukturiert Wahrnehmung, lenkt Aufmerksamkeit und formt Handlungsmöglichkeiten. Metaphern und Geschichten sind zentrale Träger dieses impliziten Wissens – sie speichern Erfahrungen, organisieren Erinnerung und wirken oft stärker als explizite Erklärungen. In der therapeutischen Praxis eröffnen sie Zugänge zu Erlebensebenen, die sich argumentativ nur schwer erreichen lassen.
Metaphern ermöglichen es, festgefahrene Deutungsmuster zu irritieren, neue Perspektiven einzuführen und emotionale Erfahrungen unmittelbar erfahrbar zu machen. Sie schaffen Distanz, ohne zu entwerten, und Nähe, ohne zu überfordern. Richtig eingesetzt werden sie zu kraftvollen Instrumenten, um Veränderung nicht nur zu verstehen, sondern zu erleben und im Alltag zu verankern. Der Kurs zeigt, wie therapeutische Geschichten und Bilder gezielt genutzt werden können, um Prozesse zu vertiefen und nachhaltig wirksam zu machen.

Was Sie in diesem Kurs erwartet:

Das Seminar vermittelt ein fundiertes Verständnis für den therapeutischen Einsatz von Metaphern und Geschichten über verschiedene Therapieansätze hinweg. Die Teilnehmer:innen lernen, wie Metaphern passgenau entwickelt, eingeführt und im Gesprächsprozess aufgegriffen werden können. Im Fokus steht dabei weniger das Erzählen an sich als das Wahrnehmen und Nutzen der entstehenden Bedeutungsräume. Deutlich wird, wie Metaphern therapeutische Arbeit strukturieren, Zwischenergebnisse verdichten und Veränderung langfristig erinnerbar machen. Theorie, Demonstrationen und praktische Übungen sind eng miteinander verzahnt und ermöglichen eine sichere, reflektierte Anwendung im therapeutischen Alltag.

Konkret werden behandelt:

  1. Metaphern als Denk- und Erlebensstruktur
    Psychologische Grundlagen metaphorischen Verstehens und Lernens.
  2. Therapeutische Geschichten gezielt einsetzen
    Indikation, Timing und Passung zu Problem und Beziehung.
  3. Metaphern im Gesprächsprozess
    Erkennen, aufgreifen und weiterentwickeln von Bildern der Patient:innen.
  4. Perspektivwechsel und Bedeutungsverschiebung
    Irritation festgefahrener Muster und Öffnung neuer Handlungsspielräume.
  5. Nachhaltigkeit therapeutischer Arbeit
    Verdichten, verankern und erinnerbar machen von Therapieergebnissen.
  6. Grenzen und Fallstricke
    Wann Metaphern tragen – und wann sie Widerstand oder Missverständnisse erzeugen.

Warum dieser Kurs?

In vielen Therapien bleibt Veränderung kognitiv verstanden, aber emotional wenig verankert. Metaphern und Geschichten bieten hier einen wirkungsvollen Zugang, um therapeutische Prozesse zu vertiefen und langfristig wirksam zu machen. Gleichzeitig erfordert ihr Einsatz Sensibilität, Timing und konzeptionelle Klarheit – nicht jede Metapher wirkt, nicht jede Geschichte passt.
Der Kurs erweitert das therapeutische Repertoire um eine ressourcenreiche, anschlussfähige Arbeitsweise, die über Verfahren hinweg einsetzbar ist. Er stärkt die Fähigkeit, Sprache nicht nur erklärend, sondern gestaltend zu nutzen – damit aus Einsicht Erleben wird und aus Erleben Veränderung.

Buchungen

Die unten stehende Nummer beinhaltet Tickets für diese Veranstaltung aus dem Warenkorb. Durch einen Klick auf "Tickets kaufen" können vorhandene Teilnehmerinformationen bearbeitet sowie die Ticketsanzahl verändert werden.
Die Magie der Metaphern - Sprachbilder als therapeutisches Werkzeug
495,00
20 verfügbar