Sucht ist kein Einzelkampf – Psychotherapie zwischen ICD-11, Leitlinien und Versorgungslabyrinth

„Dafür bin ich nicht zuständig.“
Suchterkrankungen ambulant behandeln: Diagnostik nach ICD-11, leitliniengerechte Interventionen und der sichere Weg durch Reha- und Versorgungssystem.
Suchterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, und trotzdem zögern viele ambulante Psychotherapeuten bei der Übernahme: Unsicherheit in der Diagnostik, Zweifel an der eigenen Zuständigkeit und ein Versorgungssystem, das einem Labyrinth gleicht. Dieses Seminar räumt die Hürden aus dem Weg, mit zwei Dozenten, die beide Seiten abdecken: die klinische Psychotherapie und das Rehabilitationssystem.
Sie lernen die Diagnostik von schädlichem Konsum und Abhängigkeitserkrankungen nach ICD-11 sowie evidenzbasierte Interventionen nach den aktuellen S3-Leitlinien. Sie klären, wann ambulante Psychotherapie indiziert ist und wann weiterführende suchtmedizinische Maßnahmen nötig werden. Der zweite Schwerpunkt führt durch das Versorgungssystem: Suchtrehabilitation und Leistungen der Deutschen Rentenversicherung, Antragswege, die Abgrenzung zur psychosomatischen Rehabilitation und die Zusammenarbeit der Sektoren. Fallarbeit vom Erstkontakt bis zur Langzeitbegleitung verankert alles in der Praxis.
Sie gewinnen Sicherheit, Suchtpatienten ambulant zu behandeln und leitliniengerecht durch das Versorgungssystem zu begleiten, statt sie weiterreichen zu müssen.