Schmerz lass nach – aber wie? Psychotherapie im Spannungsfeld von Körper und Seele

„Ich bin doch nicht verrückt. Ich habe Schmerzen!“
Chronische Schmerzen psychotherapeutisch behandeln: von der motivationalen Klärung über praxisnahe Therapiebausteine bis zur Expositionstherapie.
Chronische Schmerzen sind ein Volksleiden, und doch fühlen sich viele Psychotherapeuten von diesem Klientel überfordert: Die Patienten kommen oft ohne eigene Therapiemotivation, halten am somatischen Krankheitsmodell fest, und die Komplexität des chronifizierten Leidens sprengt gewohnte Behandlungsroutinen. Dieser Kurs lädt Sie ein, eine gelassene, zugewandte Haltung im Umgang mit Schmerzpatienten zu entwickeln und das nötige Handwerkszeug gleich mit.
Auf Basis biopsychosozialer Schmerzmodelle erarbeiten Sie Strategien zur motivationalen Klärung und zum Umgang mit typischen Stolpersteinen in der Interaktion. Sie lernen praxiserprobte Therapiebausteine kennen, von ressourcenorientierter Psychoedukation über Aktivierung, Akzeptanz und Emotionsregulation, die Sie individuell an Ihre Patienten anpassen können, gestützt auf aktuelle Leitlinien. Eine Besonderheit des Kurses ist die Expositionstherapie bei chronischen Rückenschmerzen, zu der die Dozentin selbst wissenschaftlich gearbeitet hat. Die Vermittlung ist durchgehend praxis- und erlebnisorientiert.
Sie gewinnen Sicherheit und alternative Sichtweisen auf den Schmerz, damit aus der gefürchteten Patientengruppe eine behandelbare wird.