Immer weiter. Immer mehr. Irgendwann nicht mehr. – Burnout und chronischer Stress

„Ich funktioniere nur noch.“
Berufsbezogene Psychotherapie bei Burnout: von inneren Antreibern über Gratifikationskrisen bis zu Erholungskompetenz und Wiedereingliederung.
Patienten, die sich ausgebrannt fühlen, füllen die Wartelisten, doch Burnout ist keine Diagnose, und der Lebensbereich Arbeit kommt in der Psychotherapie-Ausbildung kaum vor. Dabei entscheiden berufliche Belastungen wesentlich über Arbeitsunfähigkeit, Teilhabe und Frühberentung, und sie brauchen mehr als allgemeine Stressbewältigung: ein systematisches, berufsbezogenes Vorgehen.
Der Kurs vermittelt genau das. Sie lernen die berufsbezogene Diagnostik und Fallkonzeption kennen, von der Stressanamnese über motivationale Interventionen bis zur individuellen Zielklärung. Therapeutisch arbeiten Sie mit den zentralen Modellen und Methoden: innere Antreiber und dysfunktionale Leistungsüberzeugungen, Arbeit mit dem Inneren Team, kognitive Stressbewältigung bei Grübeln und Perfektionismus sowie das Modell der beruflichen Gratifikationskrise mit der Förderung beruflicher Selbstwertschätzung. Ebenso praktisch behandelt werden psychologische Distanzierung, Erholungskompetenz und soziale Kompetenzen im Beruf. Die sozialmedizinische Seite mit Arbeitsunfähigkeit, stufenweiser Wiedereingliederung und der Zusammenarbeit mit Betrieben und Sozialleistungsträgern rundet das Konzept ab. Fallarbeit sichert den Transfer, der Dozent hat das Standardwerk zur berufsbezogenen Psychotherapie mitverfasst.
Sie gewinnen ein systematisches Vorgehen für die Patientengruppe, die längst in jeder Praxis angekommen ist.