Die nächste Generation Psychotherapie? – Prozessforschung, Wirkmechanismen und Personalisierung

„Dass Psychotherapie wirkt, ist belegt. Warum sie wirkt, ist die spannendere Frage.“
Was in Psychotherapie wirklich wirkt: Prozessforschung, Mentalisieren, digitale Interventionen und der Weg zur personalisierten Behandlung.
Zwei Patienten, dieselbe Diagnose, dasselbe Manual: Einer profitiert, der andere nicht. Dass Psychotherapie wirkt, ist gut belegt; warum, für wen und unter welchen Bedingungen sie wirkt, ist die Frage, an der sich die nächste Generation der Psychotherapie entscheidet. Diese Fortbildung führt von der klassischen Evidenzbasierung zu einer prozess- und patientenorientierten Behandlungsplanung.
Sie lernen die Grundlagen der modernen Psychotherapieforschung kennen, von Wirksamkeitsnachweisen und Effektstärken bis zu den Grenzen störungsspezifischer Ansätze. Sie verstehen zentrale Wirkmechanismen wie therapeutische Beziehung, Motivation, Emotionsregulation und Mentalisieren und können Befunde der Prozessforschung für klinische Entscheidungen nutzen. Persönlichkeitsfunktion und Mentalisieren lernen Sie als transdiagnostische Grundlage individueller Fallkonzeptionen einzusetzen. Dazu kommt der wissenschaftlich fundierte Blick auf digitale Gesundheitsanwendungen, Blended Care und den Einsatz künstlicher Intelligenz, einschließlich ethischer Fragen und praktischer Grenzen. Die Dozentin forscht selbst an der Schnittstelle von Psychotherapie-, Versorgungsforschung und Digital Mental Health.
Anhand praxisnaher Fallbeispiele, unter anderem aus dem Bereich der Essstörungen, entwickeln Sie personalisierte Behandlungskonzepte und übertragen die Forschungsbefunde gemeinsam in Ihre eigene Routineversorgung.