Dr. Anke Weidmann
Dr. Anke Weidmann
Psychologische Psychotherapeutin (VT) · Wissenschaftliche Expertin für Selbstwert & Selbstmitgefühl · Dozentin & Supervisorin
Selbstwert als transdiagnostische Kernvariable
Dr. Anke Weidmann arbeitet seit vielen Jahren an einer therapeutischen Perspektive, die Selbstwertprobleme nicht als Nebenthema einzelner Störungsbilder begreift, sondern als durchgängiges Phänomen, das psychische Stabilität, Emotionsregulation und Beziehungsgestaltung prägt. Ihre wissenschaftlich fundierte Arbeit zeigt: Selbstwertprobleme durchziehen nahezu alle psychischen Störungen – ihre therapeutische Bearbeitung kann deshalb einen Schlüssel zu nachhaltiger Veränderung darstellen.
Wissenschaftliche Qualifikation und interdisziplinärer Hintergrund
Dr. Anke Weidmann studierte Psychologie und Journalistik und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin zu den Auswirkungen traumatischer Erfahrungen im Kontext medialer Einflüsse. Diese ungewöhnliche Verbindung spiegelt sich bis heute in ihrer Arbeit: Sie kann komplexe psychologische Zusammenhänge nicht nur wissenschaftlich durchdringen, sondern auch so aufbereiten, dass sie für Therapeut:innen unmittelbar versteh- und anwendbar werden.
Als approbierte Psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie war sie langjährig wissenschaftlich am Lehrstuhl Psychotherapie und Somatopsychologie der HU Berlin tätig. Heute bringt sie diese Expertise als Dozentin und Supervisorin in die universitäre Weiterbildung und an mehrere Therapieinstitute ein.
Forschungsschwerpunkte: Von Selbstwertregulation bis Traumafolgestörungen
Dr. Anke Weidmann erforscht Selbstwertregulation und Selbstmitgefühl als transdiagnostische Faktoren. Ihre Arbeit umfasst darüber hinaus Angst- und Zwangsstörungen, Traumafolgestörungen sowie Interventionsforschung zur evidenzbasierten Selbstwertarbeit. Dabei interessiert sie besonders die Frage, wie Selbstwertprobleme entstehen, sich manifestieren und therapeutisch wirksam bearbeitet werden können – jenseits oberflächlicher Selbstoptimierung.
Publikationen: Standardwerk für die Praxis
- Fehm, L., & Weidmann, A. (Hrsg.). (2022). Selbstwertbezogene Interventionen (Standards der Psychotherapie, Bd. 13). Hogrefe.
Dieses Werk zeichnet sich durch wissenschaftliche Fundierung, therapeutische Klarheit und präzise Abgrenzung zu populärpsychologischen Kurzformeln aus. In vielen Ausbildungsinstituten ist es zentrale Literatur für die Arbeit an Selbstwertthemen.
Klinische Expertise an der Fliedner Klinik Berlin
An der Fliedner Klinik Berlin behandelt Dr. Weidmann das gesamte Spektrum psychiatrischer und psychosomatischer Störungsbilder. Ihre klinischen Schwerpunkte liegen auf Angst-, Zwangs- und Traumastörungen sowie der vertieften Arbeit an Selbstwert, Scham und Selbstmitgefühl. Für sie gehören wissenschaftliche Fundierung und menschliche Wärme zusammen – eine Haltung, die ihre therapeutische Arbeit ebenso prägt wie ihre Lehrtätigkeit.
Didaktik: Komplexität verständlich machen
Was Dr. Anke Weidmann Fortbildungen auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, wissenschaftliche Inhalte zugänglich zu machen, ohne sie zu vereinfachen. Ihre journalistische Ausbildung zeigt sich darin, wie sie komplexe Zusammenhänge strukturiert, auf den Punkt bringt und dabei den Praxisbezug nie aus den Augen verliert. Sie vermittelt nicht nur Wissen, sondern Verstehen – und schafft Raum für Austausch, Reflexion und kritische Auseinandersetzung.
Ihre Fortbildungen verbinden Theorie und klinische Erfahrung, benennen präzise, was evidenzbasiert ist, und ordnen persönliche wie interaktionelle Dynamiken feinfühlig ein. Dabei entsteht ein Lernraum, in dem echtes Verstehen möglich wird.
Selbstwertarbeit als therapeutische Kernkompetenz
Dr. Anke Weidmann steht für eine Psychotherapie, die Selbstwertarbeit als wissenschaftlich fundierte Kernkompetenz versteht – nicht als therapeutische Mode, sondern als differenzierte, evidenzbasierte Intervention. Ihre Seminare bieten Therapeut:innen die Möglichkeit, ihre eigene therapeutische Haltung zu reflektieren, Interventionen zu verfeinern und Patient:innen auf einem Weg zu mehr Selbstakzeptanz und psychischer Stabilität zu begleiten.
Sie vermittelt nicht nur Technik, sondern Haltung. Und genau das macht ihre Arbeit wertvoll für die therapeutische Weiterbildungslandschaft.