Die Magie der Metaphern: Sprachbilder als therapeutisches Werkzeug

„Sie stecken im Treibsand. Und je mehr Sie strampeln, desto tiefer sinken Sie.“
Metaphern und Geschichten gezielt therapeutisch einsetzen: passgenau entwickeln, im Gespräch aufgreifen und Veränderung nachhaltig verankern.
Manche Einsicht braucht zehn Erklärungen und bleibt doch blass, während ein einziges treffendes Bild sofort sitzt. Unser Denken ist von Metaphern durchzogen, unser verhaltenssteuerndes Wissen in Geschichten gespeichert. Genau deshalb eignen sich Sprachbilder so hervorragend, um festgefahrene Deutungsmuster zu irritieren, neue Perspektiven zu öffnen und emotionales Erleben unmittelbar anzusprechen, dort, wo Argumente nicht mehr hinkommen.
Das Seminar vermittelt den gezielten Einsatz von Metaphern und Geschichten über alle Therapieverfahren hinweg, von ACT über Verhaltenstherapie bis zur Schematherapie. Sie lernen, wirksame Metaphern zu erkennen und passgenau für konkrete Patienten zu entwickeln, die Bilder Ihrer Patienten im Gespräch aufzugreifen und weiterzuführen und Geschichten spontan zu erzählen. Kreative Methoden mit Bildern und Objekten erweitern das Repertoire. Ebenso geklärt werden Timing, Indikation und die Fallstricke, denn nicht jede Metapher trägt. In Übungen, Rollenspielen und Fallarbeit entwickeln Sie Metaphern zu eigenen Fällen.
Sie stärken die Fähigkeit, Sprache nicht nur erklärend, sondern gestaltend zu nutzen, damit aus Einsicht Erleben wird und aus Erleben Veränderung.