Frauenkörper im Blick? – oder: Alles nur Hormone? Gynäkopsychologische Themen in der Psychotherapie

„Das sind bestimmt nur die Hormone.“
Gynäkopsychologie für die Praxis: von PMDS über Kinderwunsch und peripartale Krisen bis zu Wechseljahren, Endometriose und Sexualität.
Zyklus, Verhütung, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Wechseljahre: Die hormonellen und körperlichen Umbrüche im Leben von Frauen beeinflussen psychische Gesundheit erheblich, und sie sitzen längst mit im Behandlungszimmer. Trotzdem kommt Gynäkopsychologie in der therapeutischen Ausbildung kaum vor. Die Folge: Beschwerden werden vorschnell den Hormonen zugeschrieben oder umgekehrt hormonelle Einflüsse übersehen.
Der Kurs vermittelt das Wechselspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren im weiblichen Lebensverlauf und macht es diagnostisch wie therapeutisch handhabbar. Sie lernen die Differenzialdiagnostik hormonell mitbedingter Beschwerden, vom prämenstruellen Syndrom und der Prämenstruellen Dysphorischen Störung über die psychischen Effekte hormoneller Kontrazeption bis zur Peri- und Postmenopause. Weitere Schwerpunkte sind unerfüllter Kinderwunsch, Schwangerschaft, Fehl- und Totgeburt sowie peripartale Depressionen und Ängste, außerdem die psychotherapeutische Begleitung bei Endometriose, chronischen Unterbauchschmerzen und gynäkologischen Krebserkrankungen, einschließlich Körperbild, Sexualität und Selbstwert. Fallarbeit und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Gynäkologie und Endokrinologie runden das Programm ab. Das Dozentinnen-Duo verbindet dabei psychotherapeutische und ärztliche Perspektive.
Sie gewinnen diagnostische Klarheit und Interventionen für Themen, die die Hälfte Ihrer Patientenschaft betreffen können.