Lieber schlau als blau? – Alkoholkonsum zwischen Genuss, Risiko und Abhängigkeit

„Und, wie viel trinken Sie so?“
Alkoholbezogene Störungen ambulant behandeln: Früherkennung, motivierende Gesprächsführung, Rückfallprävention und die neuen Richtlinien-Spielräume.
Kaum ein Thema wird in der Psychotherapie so beharrlich umschifft wie der Alkohol, und zwar von beiden Seiten: Patienten verharmlosen, Behandler fragen nicht nach. Dabei hat die letzte Änderung der Psychotherapierichtlinie die Möglichkeiten der ambulanten Mitbehandlung alkoholbezogener Störungen erheblich erweitert. Wer sie nutzen will, braucht suchtpsychologisches Handwerkszeug, und genau das vermittelt dieser Kurs.
Auf Basis des aktuellen Stands der Suchtpsychologie lernen Sie Früherkennung, qualifizierte Anamnese und Diagnosestellung nach ICD-11, einschließlich geeigneter Screening-Instrumente und einer sensiblen, motivierenden Gesprächsführung, die das heikle Thema öffnet statt verschließt. Darauf aufbauend werden evidenzbasierte Interventionen vorgestellt und eingeübt: Motivationsförderung, Psychoedukation, Rückfallprävention und der professionelle Umgang mit Rückfällen im Behandlungsverlauf. Indikationen und Grenzen der ambulanten Behandlung werden anhand praxisnaher Fallbeispiele geklärt. Der Dozent behandelt seit über vier Jahrzehnten Alkoholabhängigkeit und hat die Standardmanuale des Feldes verfasst.
Sie gewinnen die Sicherheit, Alkoholprobleme aktiv anzusprechen und kompetent mitzubehandeln, statt wegzuschauen oder wegzuüberweisen.