Lade Kurse

Sport und Psychotherapie – oder: Wie der Muskel dem Kopf hilft

Kursnummer:
26-1-024
Erster Kurstag:
calendar_month Fr 24.07.2026 schedule 14:00 - 21:30
Zweiter Kurstag:
calendar_month Sa 25.07.2026 schedule 09:00 - 16:30
Dauer:
16 UE
Fortbildungspunkte:
20 FBP
Gebühr:
49500 €

Bewegung als Wirkfaktor zwischen Evidenz, Motivation und therapeutischer Integration

Körperliche Aktivität ist einer der am besten belegten, zugleich aber am wenigsten konsequent genutzten Wirkfaktoren in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Besonders bei Depression zeigt die Evidenz klar: Gezielte Bewegung verbessert nicht nur die psychische Symptomatik, sondern wirkt zugleich protektiv auf somatische Gesundheit, Selbstwirksamkeit und Rückfallrisiko. In der Versorgungspraxis bleibt dieses Potenzial jedoch häufig ungenutzt – nicht aus Mangel an Wissen, sondern aus Unsicherheit darüber, wie Bewegung therapeutisch sinnvoll, motivierend und nachhaltig integriert werden kann.
Der Kurs rückt Bewegung aus der Ecke allgemeiner Lebensstilberatung heraus und verortet sie als gezielte, evidenzbasierte Intervention innerhalb psychotherapeutischer Behandlung. Entscheidend ist dabei weniger die Sportart als die therapeutische Einbettung: Motivation, Dosierung, Passung und interdisziplinäre Zusammenarbeit bestimmen, ob Bewegung Wirkung entfaltet oder verpufft.

Was Sie in diesem Kurs erwartet:

Der Kurs vermittelt einen aktuellen Überblick über Versorgungslage und Evidenz sporttherapeutischer Ansätze bei psychischen Erkrankungen mit Schwerpunkt Depression. Auf dieser Basis wird gezeigt, wie Bewegung gezielt als therapeutischer Baustein eingesetzt werden kann – strukturiert, individualisiert und anschlussfähig an bestehende Therapiekonzepte. Anhand praktischer Übungen und Fallbeispiele aus der STEP.De Sporttherapie bei Depression wird deutlich, wie Motivation aufgebaut, Hemmnisse überwunden und Training wirksam begleitet werden kann. Ein weiterer Fokus liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Sport- und Psychotherapeut:innen, um Behandlung kohärent und wirksam zu gestalten.

Konkret werden behandelt:

  1. Evidenz und Versorgung
    Aktueller Stand sporttherapeutischer Wirksamkeit bei Depression und anderen Störungsbildern.
  2. Wirkmechanismen von Bewegung
    Psychologische, neurobiologische und verhaltensbezogene Effekte körperlicher Aktivität.
  3. Motivation und Adhärenz
    Strategien zur Förderung von Beginn, Durchhalten und Rückfallprävention.
  4. Therapeutische Integration
    Einbettung von Bewegung in laufende Psychotherapien.
  5. Praxis und Fallbeispiele
    Konkrete Umsetzung anhand strukturierter sporttherapeutischer Konzepte.
  6. Interdisziplinäre Zusammenarbeit
    Rollen, Schnittstellen und Kommunikation zwischen Sport- und Psychotherapie.

Warum dieser Kurs?

Die Wirksamkeit von Bewegung ist gut belegt – ihre Umsetzung im therapeutischen Alltag hingegen oft unzureichend. Ohne klare Konzepte droht Sport zur unverbindlichen Empfehlung zu werden, die Patient:innen überfordert oder demotiviert.
Der Kurs schließt diese Lücke. Er bietet eine fundierte, praxisnahe Orientierung, wie Bewegung als therapeutischer Wirkfaktor genutzt werden kann – nicht zusätzlich, sondern integriert. Für Therapeut:innen und Ärzt:innen, die evidenzbasiert arbeiten und Patient:innen dabei unterstützen wollen, dass der Muskel dem Kopf tatsächlich hilft.

Buchungen

Die unten stehende Nummer beinhaltet Tickets für diese Veranstaltung aus dem Warenkorb. Durch einen Klick auf "Tickets kaufen" können vorhandene Teilnehmerinformationen bearbeitet sowie die Ticketsanzahl verändert werden.
Sport und Psychotherapie - oder: Wie der Muskel dem Kopf hilft
495,00
20 verfügbar