Wenn das Unbewusste Regie führt: Psychodynamische Impulse in der Verhaltenstherapie

„Auf dem Papier läuft die Therapie perfekt.“
Übertragung, Widerstand und das eigene Erleben als Werkzeug: psychodynamisches Verstehen für die verhaltenstherapeutische Praxis nutzbar machen.
Die Fallkonzeption ist stimmig, die Interventionen sind bewährt, und trotzdem stockt die Therapie: Patienten sabotieren vereinbarte Ziele, die Beziehung fühlt sich plötzlich angespannt an, Fortschritte zerrinnen. In solchen Momenten wirken oft Faktoren, die sich mit verhaltenstherapeutischen Modellen allein nicht erfassen lassen. Psychodynamische Konzepte bieten hier eine wertvolle Ergänzung, ohne dass Sie Ihre VT-Struktur aufgeben müssten.
Der Kurs vermittelt Schritt für Schritt ein psychodynamisches Fundament für die verhaltenstherapeutische Arbeit: Übertragung und Gegenübertragung als klinische Informationsquelle, unbewusste Konflikte in der Fallkonzeption und der Umgang mit Widerstand und Stagnation im Prozessverlauf. Sie lernen, Ihr eigenes emotionales Erleben in der Sitzung produktiv zu nutzen, statt es als Störung zu empfinden. Videobeispiele, Fallskizzen und Kleingruppenarbeit an eigenen Fällen verankern die Konzepte unmittelbar in Ihrer Praxis. Der Dozent vermittelt dabei den Ansatz, den er selbst entwickelt und publiziert hat.
Sie gewinnen einen erweiterten Blick auf das Therapiegeschehen und Werkzeuge für genau die Situationen, in denen es bisher hakte. Nebenbei fördert die psychodynamische Haltung auch die eigene innere Freiheit und Entlastung.