Wenn Vergangenheit Gegenwart wird – Imagination als wirksames Instrument der Schematherapie

„Ich weiß ja, dass es Quatsch ist. Aber es fühlt sich trotzdem so an.“
Imagery Rescripting und imaginative Verfahren der Schematherapie praktisch erlernen: emotionale Veränderung dort ermöglichen, wo Einsicht allein nicht reicht.
Viele Patienten verstehen rational sehr genau, welche Muster ihnen schaden. Und trotzdem gelingt die Veränderung nicht, weil das emotionale Erleben unberührt bleibt. Die Wurzeln liegen oft in frühen Beziehungserfahrungen und unerfüllten Grundbedürfnissen. Genau hier setzen die imaginativen Techniken der Schematherapie an: Sie schaffen eine affektive Brücke zwischen gegenwärtigen Problemen und ihren biografischen Ursprüngen.
Der Kurs vermittelt zunächst das schematherapeutische Störungsmodell mit Schemata, Modi und Bewältigungsstilen. Darauf aufbauend lernen Sie imaginative Verfahren kennen, insbesondere das Imaginative Überschreiben, mit dem belastende Kindheitserfahrungen emotional aktiviert und durch korrigierende Erfahrungen verändert werden. Die Vermittlung ist praxisorientiert: Sie erleben Demonstrationen, führen angeleitete Imaginationen in Kleingruppen selbst durch und reflektieren Indikationen, Grenzen und den Umgang mit starken Affekten. Selbsterfahrungsanteile laden ein, eigene Prägungen und die therapeutische Haltung zu reflektieren.
Sie gewinnen Handlungssicherheit, um Imagination strukturiert und wirksam in Ihre ambulante Arbeit zu integrieren, gerade bei Patienten, bei denen kognitive Interventionen an Grenzen stoßen.