Psychotherapie und Beziehungsarbeit im erweiterten Kreis: Angehörige einbinden – aber wie?

„Und was ist mit mir?“
Angehörige systematisch in die Psychotherapie einbeziehen: paar- und familientherapeutische Interventionen bei Depression, Angst und Psychosen.
Der Partner, der nicht mehr weiß, wie er auf den Rückzug seiner depressiven Frau reagieren soll, die Mutter, die jede Interaktion mit ihrem angsterkrankten Kind absichernd begleitet: Psychische Erkrankungen betreffen immer auch die Angehörigen, und die beeinflussen ihrerseits Krankheitsverlauf, Therapieerfolg und Rückfallrisiko erheblich. Trotzdem bleiben sie in der ambulanten Versorgung meist außen vor, aus Unsicherheit, aus strukturellen Gründen oder weil die Ausbildung das Thema nur streift.
Der Workshop zeigt, wie der Einbezug gelingt, ohne dass Sie Familientherapeut werden müssen. Am Beispiel von Depression, Angststörungen und Psychosen lernen Sie paar- und familientherapeutische sowie psychoedukative Interventionen kennen, von der Indikationsstellung über typische Interaktionsmuster wie Überprotektivität und Rückzug bis zur Frage, wann Angehörige als Co-Therapeuten fungieren können und wo die Grenzen liegen. Ein eigener Schwerpunkt gilt psychisch erkrankten Eltern und Eltern psychisch belasteter Kinder, einschließlich evidenzbasierter Programme wie dem Triple-P-Elterntraining. Alle Interventionen werden anhand von Fallbeispielen vorgestellt und in Rollenspielen eingeübt.
Sie erweitern Ihren Handlungsspielraum um die Menschen, die den Alltag Ihrer Patienten teilen, und werden damit wirksamer.