Psychoonkologie – Wie kann Unterstützung gelingen?

„Für Psychoonkologie bin ich doch gar nicht ausgebildet.“
Krebserkrankte und ihre Angehörigen kompetent begleiten: psychoonkologische Diagnostik und Interventionen für die ambulante und stationäre Praxis.
Krebserkrankte und ihre Angehörigen kommen längst in jede psychotherapeutische Praxis, mit Progredienzangst, Fatigue, Erschöpfung oder Konflikten in der Partnerschaft. Die S3-Leitlinie Psychoonkologie sieht für Betroffene und Angehörige spezifische psychoonkologische Angebote vor, doch gerade im ambulanten Bereich finden sie selten Unterstützung, auch weil viele Behandler das Feld für ein Spezialgebiet halten. Diese Fortbildung vermittelt das Rüstzeug, um diese Patientengruppe kompetent zu begleiten.
Sie erarbeiten sich die psychoonkologischen Grundlagen, kennen die typischen psychischen Belastungen und Störungen bei Erkrankten wie Angehörigen und lernen die psychoonkologische Diagnostik und Versorgungslandschaft kennen. Therapeutisch üben Sie Strategien zur Krankheitsbewältigung sowie Interventionen bei besonderen Belastungen wie Fatigue und Progredienzangst, dazu verhaltenstherapeutische Paarelemente und den Umgang mit dem oft ausgesparten Thema Krebs und Sexualität. Die Dozentin entwickelte selbst ein psychoonkologisches Unterstützungsprogramm für Paare und spricht für die Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der Deutschen Krebsgesellschaft.
Die Auseinandersetzung mit Extrembelastungen bis hin zu Tod und Sterben erfolgt auch selbsterfahrungsbezogen; bringen Sie dafür die Bereitschaft zur persönlichen Reflexion mit. Die vermittelten Interventionen sind im ambulanten wie im stationären Setting unmittelbar einsetzbar.