Dipl.-Kunsttherapeutin Kerstin Schrems
Kerstin Schrems
Dipl.-Bildende Künstlerin · Kunsttherapeutin · Expertin für Psychotraumatologie · Wissenschaftliche Mitarbeiterin (HfBK Dresden)
Wo Kunst zur therapeutischen Sprache wird
Kerstin Schrems gehört zu jener Generation kunsttherapeutischer Expertinnen, die künstlerische Praxis mit fundiertem klinischem Wissen verbinden. Ihre Arbeit zeigt, wie gestalterische Prozesse emotionale und traumatische Erfahrungen sichtbar, bearbeitbar und verstehbar machen – besonders dort, wo Sprache allein nicht weiterführt.
Wissenschaft und Klinik in einer Person
Seit vielen Jahren ist Kerstin Schrems wissenschaftliche Mitarbeiterin im Aufbaustudiengang KunstTherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, wo sie zentrale Bereiche der kunsttherapeutischen Methodenausbildung und Supervision verantwortet. Parallel arbeitet sie in der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden mit Spezialisierung auf Psychotraumatologie und kunstbasierte Behandlungskonzepte. Diese Doppelrolle macht ihre Perspektive für therapeutische Ausbildungen besonders wertvoll.
Spezialisierung: Wenn Trauma Form annimmt
Kerstin Schrems‘ Expertise umfasst traumazentrierte Kunsttherapie im stationären und ambulanten Setting, kunsttherapeutische Supervision für psychotherapeutische und soziale Fachberufe, Methodenlehre kunstbasierter Kunsttherapie (Materialarbeit, Symbolarbeit, objekthaftes Gestalten, prozessorientierte Bildentwicklung), präventive Programme für Kinder und Jugendliche sowie therapeutische Kunstarbeit im Strafvollzug zur Förderung von Emotionsregulation und sozialer Kompetenz. Ihr Ansatz ist geprägt von reflektierter künstlerischer Haltung, klinischer Expertise und besonderer Sensibilität für traumatische und psychosomatische Prozesse.
Therapeutische Philosophie: Gestaltung als Selbstbemächtigung
Für Kerstin Schrems ist Gestaltung kein dekorativer Prozess, sondern ein Ort therapeutischer Selbstbemächtigung: Ein Ort, an dem innere Bilder Ausdruck finden, Affekte in Form gebracht werden und neue Bedeutungen entstehen. Ihre Arbeit zeigt, wie Kunsttherapie Ressourcen aktiviert, Selbstwirksamkeit stärkt, Beziehungsgestaltung unterstützt und neue Zugänge zu emotionalen Erfahrungen eröffnet.
Was ihre Lehre auszeichnet
Kerstin Schrems verbindet künstlerische Professionalität, klinische Erfahrung, traumatherapeutische Spezialisierung und klare, praxisnahe Didaktik. Damit eröffnet sie Therapeuten neue Zugänge zur Arbeit mit schwer zugänglichen Emotionen, traumatischen Erfahrungen und nonverbalen Prozessen. Ihr Unterricht inspiriert, erweitert das methodische Repertoire und fördert die Fähigkeit, kreative Verfahren sicher und wirkungsvoll in psychotherapeutische Arbeit zu integrieren.